Nach überraschend schlechten Zahlen ist diese deutsche Aktie am Dienstagmorgen deutlich eingebrochen. Das steckt hinter den Kursverlusten und darum könnte es für die Papiere jetzt sehr gefährlich werden.

Der Fernwartungssoftware-Anbieter Teamviewer hat sich an der Börse zuletzt deutlich erholen können, doch die Zahlen am Dienstag machen der Aufwärtsbewegung vorerst einen Strich durch die Rechnung.

Immer auf dem Laufenden bleiben: Jetzt BÖRSE ONLINE bei Google bevorzugen

Horror-Zahlen für SDAX-Aktie

Denn das Unternehmen rechnet wegen verzögerter Vertragsabschlüsse bei Großkunden und wegen wirtschaftlicher Unsicherheiten in diesem Jahr nicht mehr mit einem Umsatzwachstum. So dürfte der Erlös währungsbereinigt gegenüber dem Pro-Forma-Wert des Vorjahres um zwei bis ein Prozent sinken. Bisher war ein Abschneiden mindestens auf Vorjahresniveau bis zu einem Wachstum von 3 Prozent anvisiert worden.

Im dritten Quartal sank der Umsatz um 3,9 Prozent auf 184,5 Millionen Euro. Währungsbereinigt war das ein Minus von 2,2 Prozent. Bei der um Sondereffekte bereinigten Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erwartet Teamviewer-Chef Oliver Steil 2026 nach wie vor rund 43 Prozent. Sie lag im abgelaufenen Jahresviertel bei 42,8 Prozent, fast drei Prozentpunkte niedriger als ein Jahr zuvor.

Die Aussichten für das vierte - und damit das in der Softwarebranche traditionell wichtigste - Quartal seien gedämpft, hieß es von Teamviewer. Dafür seien Verzögerungen bei den Abschlüssen großer Deals in der Enterprise-Sparte verantwortlich, aber auch erneute wirtschaftliche Unsicherheiten in Europa. So gingen auch die auf ein Jahr typischerweise zu erwartenden Erlöse (ARR - annual recurring revenue) um 2,6 Prozent zurück, währungsbereinigt war es noch ein leichtes Minus von 0,6 Prozent. Unter dem Strich stieg der Gewinn um ein gutes Viertel auf 36 Millionen Euro.

Übrigens: Wesentlich stabilere Anlagen finden Sie im BÖRSE ONLINE Stabile Werte Index

Für die Aktie könnte es jetzt gefährlich werden

In einer ersten Reaktion fielen die Papiere dann um satte 6,5 Prozent im vorbörslichen Handel bis hin zur Unterstützung bei 6,64 Euro. Dieses Niveau muss der angeschlagene Kurs des SDAX-Konzerns nun halten, um die Erholungsbewegung der vergangenen Monate nicht zu gefährden.

Fällt die Aktie allerdings unter die Marke von 6,00 Euro, dann ist die Erholung beendet und eine neue Korrektur könnte beginnen.

Was aktuell für und gegen den Kauf von Teamviewer-Aktien spricht, erfahren Sie hier.

TeamViewer (WKN: A2YN90)

Enthält Material von dpa-AFX

Weiterführende Links

Häufig gestellte Fragen

Warum senkte Teamviewer die Umsatzprognose?

Verzögerte Vertragsabschlüsse bei Großkunden und wirtschaftliche Unsicherheiten belasten das Geschäft. Teamviewer erwartet deshalb für das Gesamtjahr einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von ein bis zwei Prozent statt eines Ergebnisses zwischen Vorjahresniveau und drei Prozent Wachstum.

Wie entwickelten sich Teamviewers Umsatz und wiederkehrende Erlöse im dritten Quartal?

Der Umsatz sank im dritten Quartal um 3,9 Prozent auf 184,5 Millionen Euro und währungsbereinigt um 2,2 Prozent. Die typischerweise auf ein Jahr erwarteten Erlöse (ARR) gingen um 2,6 Prozent zurück; währungsbereinigt betrug das Minus 0,6 Prozent.

Welche Kursmarken sind für die Teamviewer-Aktie jetzt wichtig?

Die Aktie fiel im vorbörslichen Handel um 6,5 Prozent bis zur Unterstützung bei 6,64 Euro. Hält diese Marke nicht, ist die Erholungsbewegung gefährdet; unter 6,00 Euro wäre sie beendet und eine neue Korrektur könnte beginnen.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinba-rung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.