Broadcom meldete am Mittwoch nach Börsenschluss die nach Nvidia vielleicht wichtigsten Zahlen für die Chip-Branche und den KI-Boom. Diese Ergebnisse hat das Halbleiterunternehmen vorgelegt.
Am Mittwoch nach Börsenschluss hat Broadcom seine Quartalszahlen gemeldet. Im Vorfeld zeigte sich die Börse recht verhalten mit einem Kursminus von lediglich 0,4 Prozent. Die Optionsmärkte preisten allerdings eine Bewegung von 8,5 Prozent nach dem Ende des regulären Handels ein. In einer ersten Reaktion stürzte die Aktie dann um 5,6 Prozent ab.
Die Broadcom-Zahlen stehen deswegen so im Fokus, da es sich hierbei um den zweitgrößten Halbleiter-Konzern nach Nvidia aus den USA handelt und Ergebnisse sowie Ausblick entsprechend wegweisend für die Branche als auch für den gesamten KI-Boom sind.
Immer auf dem Laufenden bleiben: Jetzt BÖRSE ONLINE bei Google bevorzugen
Das wird von Broadcom erwartet
Erwartet wurden bei den Zahlen im dritten Quartal Gewinne je Aktie in Höhe von 3,24 US-Dollar je Aktie, eine Steigerung von 91,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und ein Umsatz in Höhe von 29,43 Milliarden US-Dollar, 84,5 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Diese Werte konnte Broadcom nochmals übertreffen.
So meldete das Unternehmen einen Gewinn je Aktie in Höhe von 3,32 US-Dollar und einen Umsatz von 29,59 Milliarden US-Dollar.
„Die Nachfrage nach unseren kundenspezifischen KI-Beschleunigern und Netzwerklösungen ist weiterhin sehr hoch. Der Umsatz mit KI-Halbleitern im dritten Quartal stieg um 221 % gegenüber dem Vorjahr und um 54 % gegenüber dem Vorquartal auf 16,7 Milliarden US-Dollar“, sagte Hock Tan, Präsident und CEO von Broadcom Inc. „Im vierten Quartal setzt sich diese positive Entwicklung fort, und wir erwarten einen Anstieg des Umsatzes mit KI-Halbleitern auf 21,7 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 236 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.“
Trotz dieser positiven Worte blieb der Ausblick von Broadcom hinter den Erwartungen zurück, anders als die Zahlen von Nvidia noch vor einer Woche. Konkret erwartet das Unternehmen im vierten Quartal 34,8 Milliarden an Erlösen, statt der im Vorfeld erwarteten 35 Milliarden US-Dollar. Die operative Marge soll derweil auf dem aktuellen Niveau gehalten werden.
Kein Feuerwerk, keine überzeugenden Zahlen
Broadcom zündet also mit seinen Zahlen kein Feuerwerk und dürfte entsprechend nicht zum Katalysator für weiter steigende Kurse an den Märkten werden. Dennoch untermauern die Ergebnisse einen Fakt: Der KI-Boom geht weiter und die Gewinne der Unternehmen wachsen.
Wer jetzt von dieser Entwicklung profitieren möchte, der sollte unbedingt einen Blick auf den BÖRSE ONLINE Künstline Intelligenz Index werfen.
Was BÖRSE ONLINE zu den Aktien von Broadcom sagt, erfahren Sie in der Ausgabe 34/26. Mehr dazu hier.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind die Broadcom-Quartalszahlen für die Chip-Branche und den KI-Boom wichtig?
Broadcom ist der zweitgrößte Halbleiterkonzern aus den USA nach Nvidia. Deshalb gelten die Ergebnisse und der Ausblick als wegweisend für die Halbleiterbranche und den gesamten KI-Boom.
Wie fielen die Broadcom-Zahlen im dritten Quartal aus?
Broadcom erzielte einen Gewinn je Aktie von 3,32 US-Dollar und einen Umsatz von 29,59 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen von 3,24 US-Dollar Gewinn je Aktie und 29,43 Milliarden US-Dollar Umsatz.
Warum fiel die Broadcom-Aktie trotz übertroffener Erwartungen?
Der Ausblick auf das vierte Quartal blieb hinter den Erwartungen zurück. Broadcom rechnet mit Erlösen von 34,8 Milliarden US-Dollar statt der erwarteten 35 Milliarden US-Dollar, woraufhin die Aktie in einer ersten Reaktion um 5,6 Prozent nachgab.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinba-rung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.