Elon Musks Imperium aus Tesla und SpaceX verliert rasant an Wert. Das spielt einem anderen Star-Investor in die Hände.

Es war ein historischer Moment: Als das Raumfahrtunternehmen SpaceX am 12. Juni 2026 in New York an die Börse ging – mit einem Erlös von 75 Milliarden Dollar der größte Börsengang der Geschichte – wurde Elon Musk zum ersten Menschen mit einem Billionenvermögen. Laut Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg erreichte sein Vermögen zwischenzeitlich 1,3 Billionen Dollar. Ein Rekord, den vor ihm noch niemand aufgestellt hatte. 

Doch der Rausch hielt nur kurz an. Wenige Wochen nach dem Börsendebüt hat sich das Blatt wieder gewendet. Heftige Kursverluste bei seinen Unternehmen SpaceX und Tesla haben Musks Gesamtvermögen auf rund 738 Milliarden Dollar schmelzen lassen – ein Rückgang von mehr als einer halben Billion Dollar. Den Billionärs-Status hat er damit wieder eingebüßt.

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Elon Musk: Tesla enttäuscht, SpaceX verliert Höhe

Bei Tesla läuft es derzeit alles andere als rund. Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen Ende Juli sackte die Aktie um mehr als 14 Prozent auf 321 US-Dollar ab – den tiefsten Stand seit elf Monaten. Binnen eines Tages wurde so ein Börsenwert von rund 209 Milliarden Dollar vernichtet. Momentan notiert das Papier bei 309 Dollar (Stand: 28. Juli, 08:45 Uhr).

Dabei übertrafen Umsatz und Auslieferungszahlen die Erwartungen deutlich, die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge stieg um rund ein Viertel. Doch Investoren schauten genauer hin. Der Gewinn je Aktie brach im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 0,33 Dollar ein – weit unter der Konsensschätzung von 0,51 Dollar. Der Grund: massiv gestiegene Ausgaben für Künstliche Intelligenz, Forschung, IT-Infrastruktur und neue Produktlinien wie den humanoiden Roboter Optimus und das Robotaxi. Tesla wächst – aber die Profitabilität hält nicht Schritt.

Auch SpaceX ist im Sinkflug: Kurz nach dem euphorischen Börsenstart kletterte die Aktie zeitweise auf über 200 Dollar – und damit weit über den Ausgabepreis von 135 Dollar. Danach kam die Kehrtwende: Inzwischen notiert das Papier nur noch bei rund 113 Dollar und damit weit unter dem Ausgabepreis. 

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SpaceX (WKN: A42D4F)
Tesla (WKN: A1CX3T)

Die Gewinner des Absturzes: Shortseller und Michael Burry

Während Musks Vermögen schrumpft, feiern andere. Shortseller – Investoren, die auf fallende Kurse wetten – hatten schon vor Teslas Quartalszahlen ihre Positionen aufgebaut und verdienten an einem einzigen Tag mehr als vier Milliarden Dollar. In den vergangenen Jahren lagen sie mit ihren Wetten gegen Musk oft falsch. Für den Moment aber sind sie auf der Siegerseite.

Zu den prominentesten von ihnen gehört Michael Burry – bekannt aus dem Film „The Big Short". Burry wurde weltberühmt, weil er den Zusammenbruch des US-Immobilienmarkts 2008 voraussah und mit seiner Wette dagegen ein Vermögen verdiente. Nun hat er Tesla ins Visier genommen.

Am 30. Juni 2026 veröffentlichte er in seinem Substack-Newsletter „Cassandra Unchained" neue Short-Positionen: Tesla bei 416,22 Dollar je Aktie, dazu Wetten gegen weitere Unternehmen im Halbleiter- und KI-Bereich. Der Grund: Laut Burry werde Tesla zu rund 295 Mal des Jahresgewinns gehandelt – bei sinkenden Gewinnen und einer jährlichen Aktien-Verwässerung von rund 3,6 Prozent. Tesla verkaufe zwar mehr Autos, aber das Wachstum schlage sich nicht in nachhaltigen Gewinnen nieder.

Wer Burry nacheifern will, sollte allerdings aufpassen: Ein starkes Bewertungsargument macht nicht automatisch eine gute Short-Wette. Musk-Skeptiker hatten Tesla in der Vergangenheit wiederholt unterschätzt.

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Enthält Material von dpa-AFX

Häufige Fragen

Warum verlor Elon Musk seinen Billionärsstatus so schnell wieder? 

Musks Vermögen hängt direkt an den Kursen seiner Unternehmen – vor allem SpaceX und Tesla. Nach dem euphorischen Börsengang von SpaceX im Juni 2026 stiegen die Aktien kurzzeitig auf über 200 Dollar, was Musk rechnerisch zum ersten Billionär der Geschichte machte. Doch nach einem Kurssturz kombiniert mit den schwachen Tesla-Quartalszahlen schrumpfte Musks Vermögen seither auf rund 738 Milliarden Dollar.

Warum enttäuschten Teslas Quartalszahlen trotz Rekordumsatz? 

Tesla lieferte im zweiten Quartal deutlich mehr Fahrzeuge aus und übertraf beim Umsatz die Erwartungen. Doch der Gewinn je Aktie brach um 18 Prozent ein und blieb weit hinter den Schätzungen zurück. Ursache sind massive Investitionen in KI, Chipfabriken, den Roboter Optimus und das Robotaxi. Das Unternehmen wächst, muss aber erst beweisen, dass es dieses Wachstum auch in verlässliche Gewinne ummünzen kann.

Warum wettet Michael Burry gegen Tesla – und was ist das Risiko dabei? 

Burry hält Tesla für stark überbewertet: ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 295 bei sinkenden Gewinnen und kontinuierlicher Verwässerung lässt seiner Einschätzung nach kaum Spielraum für Fehler. Als Teil seiner breiteren Wette gegen die KI- und Halbleiterblase shorted er Tesla bei 416 Dollar. Das Risiko: Tesla-Shorts haben in der Vergangenheit oft verloren. Sollten Robotaxi oder der humanoide Roboter Optimus früher als erwartet Fahrt aufnehmen, könnte der Kurs erneut nach oben schießen – und Burry teuer zu stehen kommen.

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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla, SpaceX.

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