Europas Aktienanleger setzen auf neue Notenbank-Hilfen
· Börse Online Redaktion
Auch in Japan wetteten Investoren auf zusätzliche Hilfen der heimischen Zentralbank, die am Mittwoch ihre jüngsten geldpolitischen Beschlüsse bekanntgeben wird. Ministerpräsident Shinzo Abe rief am Dienstagmorgen Neuwahlen aus und verschob die Mehrwertsteuererhöhung auf April 2017. Das dürfte der Konjunktur guttun, hieß es in den Handelssälen. Einige Experten kündigten umgehend die Anhebung ihrer Wachstumsprognose für Japan an. Schon seit Wochen wird in Tokio über Neuwahlen und die Verschiebung der Steuererhöhung spekuliert. Diese waren am Montag noch stärker geworden, nachdem bekanntgeworden war, dass die nach den USA und China weltweit drittgrößte Volkswirtschaft im dritten Quartal in die Rezession gerutscht ist.
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Im Dax setzten Merck ihren Höhenflug im Zuge einer Kooperation mit dem US-Pharmariesen Pfizer fort und stiegen um bis zu 2,1 Prozent auf ein Rekordhoch von 78,31 Euro. Zudem lagen HeidelbergCement mit einem Plus von zwei Prozent ganz oben im Dax. Das Unternehmen legt wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ostukraine sein Zementwerk in der Nähe von Donezk still.
Im MDax standen erneut die auch in Paris gehandelten Aktien von Airbus auf den Verkaufszetteln. Die Experten der Credit Suisse hatten die Aktien mit "underperform" in ihre Bewertung aufgenommen. Schon am Vortag hatte ein Kommentar von JP Morgen die Titel belastet.
Ansonsten standen einige Unternehmen aus dem Kleinwerte-Index SDax im Fokus - allen voran Sixt. Der Autovermieter hob nach einem Umsatz- und Gewinnanstieg seine Gesamtjahresziele an. Sixt stiegen um bis zu knapp sieben Prozent auf ein 2-1/2-Monats-Hoch von 29,22 Euro.
Im TecDax gehörte Wirecard mit einem Aufschlag von bis zu 3,9 Prozent zu den Favoriten. Der Zahlungsabwickler arbeitet künftig mit dem Kreditkarten-Anbieter Visa bei Prepaid-Karten zusammen. Unter Verkaufsdruck standen dagegen wegen einer Kapitalerhöhung die Aktien des Online-Tierfutterhändlers Zooplus. Die Titel verbilligten sich um bis zu 6,6 Prozent.
Reuters
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