TUI enttäuscht mit schwachen Quartalszahlen: Umsatz und Gewinn brechen ein, die Aktie fällt. Der Iran-Krieg trübt die Buchungslage – und die Prognose bleibt vage.
Die Aktie des Reisekonzerns TUI steht am Mittwoch unter Druck. Nach enttäuschenden Quartalszahlen verliert das Papier auf der Handelsplattform Tradegate fast vier Prozent – und nähert sich der 50-Tages-Linie. Das MDax-Mitglied ringt mit den Folgen des Iran-Krieges.
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Tui unter Druck: Schwaches Quartal, schwache Buchungslage
Der Iran-Krieg hinterlässt deutliche Spuren im Geschäft des Hannoveraner Konzerns. Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Juni zählte TUI 9,9 Millionen Kunden – drei Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatz sank um sechs Prozent auf 5,8 Milliarden Euro, der bereinigte operative Gewinn (bereinigtes EBIT) brach um 27 Prozent auf rund 234 Millionen Euro ein. Unter dem Strich verblieben den Aktionären knapp 83 Millionen Euro – weniger als halb so viel wie ein Jahr zuvor.
Hinzu kommt: Die Verunsicherung treibt Kunden zum Buchen auf den letzten Drücker. Der gebuchte Umsatz für die Sommersaison lag zuletzt noch sechs Prozent unter dem Vorjahresniveau. In den vergangenen vier Wochen hätten die Buchungen zwar angezogen, so der Konzern. Dennoch räumte Vorstandschef Sebastian Ebel ein: „2026 ist kein normales Jahr."
Eine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr bis Ende September traut sich Ebel weiterhin nicht zu. Am Gewinnziel hält er fest: ein bereinigtes EBIT von 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro. Allerdings signalisierte TUI anders als noch im Mai nicht mehr, das obere Ende dieser Spanne anzustreben – und die Bandbreite von 300 Millionen Euro gilt Beobachtern kurz vor Jahresende als ungewöhnlich weit.
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Tui-Aktie: Was Analysten sagen
Die Reaktionen aus der Finanzwelt fallen verhalten aus. Jefferies-Analyst James Wheatcroft belässt die Aktie auf „Hold" mit einem Kursziel von 7 Euro. EBIT und Umsatz hätten die Konsensschätzungen um drei beziehungsweise sechs Prozent verfehlt, so Wheatcroft.
Bernstein-Analyst Richard Clarke hält ebenfalls an seiner Einstufung „Market-Perform" und einem Kursziel von 9,20 Euro fest. Zwar hätten sich gebuchte Umsätze und Hotelauslastung gegenüber Mai verbessert – insgesamt seien die Trends aber schwächer als vom Management für die späte Buchungsphase erwartet. Clarke rechnet damit, dass der EBIT-Konsens der Analysten in der Folge etwas zurückfallen dürfte.
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Enthält Material von dpa-AFX
Häufige Fragen
Warum fällt die TUI-Aktie heute?
TUI hat schwache Zahlen für das dritte Geschäftsquartal gemeldet. Umsatz, Kundenzahlen und Gewinn lagen deutlich unter dem Vorjahr – und unter den Erwartungen der Analysten. Die Aktie stürzt ab.
Was belastet das TUI-Geschäft so stark?
Der Iran-Krieg verunsichert Reisende. Viele Kunden buchen erst sehr kurzfristig, was die Planbarkeit für den Konzern erschwert. Der gebuchte Sommersaison-Umsatz lag zuletzt noch sechs Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Wie ist die Gewinnprognose von TUI einzuschätzen?
TUI hält formal an seinem Gewinnziel von 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro bereinigtem EBIT fest. Allerdings strebt der Konzern nicht mehr das obere Ende an – die Spanne von 300 Millionen Euro gilt kurz vor Jahresende als ungewöhnlich breit. Analysten erwarten sinkende Konsensschätzungen.
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