Diese beliebte Aktie stürzt am Dienstag nach Vorlage der Quartalszahlen um sieben Prozent auf den tiefsten Stand seit April 2025 ab. Doch könnte es jetzt für die Papiere noch tiefer gehen? Der Chart lässt nichts Gutes vermuten.

Die Aktionäre von Boeing sind in den vergangenen Jahren einiges an Leid gewohnt. Dennoch dürfte sie der Blick ins Depot am Donnerstag nicht freuen, denn die Papiere sind um sieben Prozent abgestürzt.

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Hiobsbotschaft lässt diese beliebte Aktie massiv abstürzen

Denn der Flugzeughersteller Boeing steuert in seiner Dauerkrise voraussichtlich auf ein weiteres Verlustjahr zu. Im Sommerquartal von Juli bis September schrieb der Konkurrent des weltgrößten Flugzeugbauers Airbus erneut rote Zahlen. Während die Rüstungs- und Raumfahrtsparte einen Gewinn ablieferte, blieb das Geschäft mit Passagier- und Frachtjets in der Verlustzone. Immerhin fiel das Minus insgesamt deutlich niedriger aus als ein Jahr zuvor, und die Barmittel sprudelten stärker als gedacht. An der Börse kamen die Neuigkeiten schlecht an.

Im dritten Quartal erzielte Boeing einen Umsatz von 24,2 Milliarden US-Dollar (21,6 Mrd Euro) und damit vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dies lag jedoch vor allem an der Rüstungs- und Raumfahrtsparte. Im Geschäft mit Passagier- und Frachtjets stagnierten die Auslieferungen nahezu bei 161 Jets, auch weil Triebwerkshersteller nicht genügend Turbinen lieferten. Der Barmittelzufluss aus dem operativen Geschäft lag konzernweit mit 1,5 Milliarden Dollar allerdings ein Drittel höher als ein Jahr zuvor - und übertraf die Erwartungen von Analysten.

Wegen der roten Zahlen der Verkehrsflugzeug-Sparte stand bei Boeing unter dem Strich jedoch insgesamt ein Fehlbetrag von 116 Millionen Dollar. Nach den ersten neun Monaten steht damit ein Minus von 551 Millionen Dollar zu Buche. Analysten erwarten im Schnitt auch für das vierte Quartal rote Zahlen, sodass Boeing ein weiteres Verlustjahr bevorstehen dürfte.

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Drohen jetzt noch höhere Kursverluste?

Die operativen Probleme bei Boeing halten also weiter an und nach der erneuten Hiobsbotschaft schicken Anleger das Papier um 7,5 Prozent am Dienstag nach unten. Damit notieren die Anteilsscheine auf dem tiefsten Stand seit 2025 und es droht, noch weiter nach unten zu gehen.

Denn nachdem die Unterstützungszone zwischen 177 US-Dollar und 180 US-Dollar nach unten durchbrochen worden ist, droht nun ein Sturz der Papiere unter 170 US-Dollar, was aus charttechnischer Sicht der Beginn eines Abverkaufs bis 140 US-Dollar sein könnte.

Entsprechend sollten Anleger bei der Aktie von Boeing vorsichtig sein und BÖRSE ONLINE rät auch nicht zum Kauf der Papiere. Wesentlich bessere Investmentchancen finden Sie hier.

Boeing (WKN: 850471)

Enthält Material von dpa-AFX

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Häufig gestellte Fragen

Warum ist die Boeing-Aktie nach den Quartalszahlen abgestürzt?

Boeing schrieb im dritten Quartal erneut rote Zahlen: Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 116 Millionen US-Dollar. Anleger reagierten trotz höherem Umsatz und stärkerem Barmittelzufluss enttäuscht, weil die Verkehrsflugzeugsparte weiter Verluste machte und für das Gesamtjahr erneut ein Minus erwartet wird.

Welche Probleme belasten Boeings Geschäft mit Passagier- und Frachtflugzeugen?

Die Auslieferungen stagnierten im dritten Quartal nahezu bei 161 Jets, auch weil Triebwerkshersteller nicht genügend Turbinen lieferten. Während die Rüstungs- und Raumfahrtsparte einen Gewinn erzielte, blieb das Geschäft mit Passagier- und Frachtjets in der Verlustzone.

Wie tief könnte die Boeing-Aktie nach dem Kurssturz noch fallen?

Nachdem die Unterstützungszone zwischen 177 und 180 US-Dollar unterschritten wurde, droht aus charttechnischer Sicht ein Rückgang unter 170 US-Dollar. Das könnte den Weg in Richtung 140 US-Dollar eröffnen; BÖRSE ONLINE rät derzeit nicht zum Kauf der Aktie.

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