Die Aussicht auf Fortschritte in den Verhandlungen zwischen Iran und USA beflügelt die asiatischen Märkte. Zudem bleibt die KI-Fantasie prägendes Börsenthema.

Die Ankündigung, dass es Fortschritte beim Iran-Abkommen gab, lässt die asiatischen Märkte aufatmen, während die Tech-Euphorie vor allem in Südkorea für noch mehr Rückenwind an den Börsen sorgt.

Japan und Südkorea legen zu - Aktienrally in Asien

Laut Reuters stieg der japanische Nikkei um 1,9 Prozent. Zuvor hatte er in der Vorwoche Rekordstände um fast 8 Prozent erreicht. In Südkorea legte der Markt weitere 2,6 Prozent zu. 

In der vergangenen Woche war der Kospi dank der Nachfrage nach Halbleiteraktien um mehr als 11 Prozent angesprungen. Auch der breit gefasste MSCI-Index für Asien-Pazifik-Aktien außerhalb Japans stieg um 1,0 Prozent; chinesische Blue Chips blieben unverändert.

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Infront Nikkei 225 (WKN: A1RRF6)

Gespräche zwischen Iran und USA: Ziel für “finales Abkommen”

Robert Greil von der Privatbank Merck Finck betonte, mit der grundsätzlichen Vereinbarung zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten sei das politische Risiko für die Aktienmärkte gesunken. Viele Experten bleiben aber skeptisch. Unterdessen haben die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für ein umfassendes Abkommen zur Beilegung des Kriegs an Fahrt aufgenommen.

Nach dem Auftakt der Gespräche auf Ebene der Verhandlungsführer in der Schweiz soll es nun unmittelbar im Anschluss die ganze Woche weitere Beratungen auf Arbeitsebene geben. Die Gespräche finden den Vermittlern zufolge weiter im Luxusresort Bürgenstock bei Luzern statt.

Ziel sei es, wie im Rahmenabkommen vorgesehen, innerhalb von 60 Tagen ein "finales Abkommen" zu erreichen, hieß es am frühen Morgen in einer gemeinsamen Erklärung der Vermittler Katar und Pakistan. Es werde unter anderem Arbeitsgruppen zu Irans Atomprogramm und den westlichen Sanktionen geben.

Bisher läuft der so wichtige Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nur verhalten an. Chefvolkswirt Jörg Krämer von der Commerzbank befürchtet, dass sich die Lage erst mittelfristig entspannen wird. "Man darf nicht übermütig werden, es dürfte bis Mitte nächsten Jahres dauern, bis der Ölpreis wieder sein Vorkriegs-Niveau von knapp 70 Dollar erreicht", glaubt der Experte. Seeminen müssten erst geräumt, die Produktion wieder hochgefahren und Lager wieder aufgefüllt werden.

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KI-Fantasie treibt Börsen an - asiatische Märkte profitieren

Am ehesten dürfte also KI-Fantasie das prägende Börsenthema bleiben. Der Investmentchef Peter Reichel von der Finanzgruppe Oddo BHF ist davon überzeugt, dass Technologie im weiteren und Künstliche Intelligenz im engeren Sinne zentrale Zukunftsthemen bleiben. 

An den Aktienmärkten zeigt vor allem die Halbleiterbranche weiter Stärke. Das hilft insbesomndere den asiatischen Märkten. In Japan und Südkorea nahmen die Aktienmärkte am Morgen diesen Trend auf. Der DAX zeigte sich derweil vorbörslich recht unbewegt, während die Futures in den USA leicht im Minus liegen.

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Enthält Material von dpa-AFX

Häufige Fragen

Warum stiegen die asiatischen Aktienmärkte?

Die asiatischen Aktienmärkte stiegen aus zwei Gründen: Erstens sorgten Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen Iran und den USA für ein Abkommen dafür, dass das politische Risiko für die Märkte sank. Zweitens trieb die anhaltende Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) und Halbleiteraktien die Kurse weiter nach oben.

Wo finden die Verhandlungen zwischen Iran und den USA statt, und was ist ihr Ziel?

Die Verhandlungen finden im Luxusresort Bürgenstock bei Luzern in der Schweiz statt. Vermittelt durch Katar und Pakistan ist das erklärte Ziel, innerhalb von 60 Tagen ein „finales Abkommen" zu erreichen. Dabei soll es unter anderem Arbeitsgruppen zu Irans Atomprogramm und den westlichen Sanktionen geben.

Warum wird es laut Experten noch länger dauern, bis sich der Ölpreis erholt?

Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer erklärt, dass trotz der Fortschritte beim Iran-Abkommen mehrere praktische Schritte notwendig sind, bevor der Ölmarkt sich normalisiert: Seeminen müssen geräumt, die Ölproduktion wieder hochgefahren und Lager wieder aufgefüllt werden. Er geht davon aus, dass der Ölpreis erst bis Mitte nächsten Jahres wieder sein Vorkriegsniveau von knapp 70 Dollar erreichen wird.

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