Der Rüstungsboom erfasst immer mehr Zivilfirmen. Clevere Anleger setzen auf schlummerndes Militärpotenzial.
Die Militarisierung der zivilen Wirtschaft schreitet voran. Immer mehr dieser Unternehmen drängen in die Rüstungsindustrie. Bei den Börsennotierten sorgt dies immer wieder für rasante Aktien-Rallys. Beispiele sind der Einstieg des Chemiespezialisten Alzchem ins Munitionsgeschäft oder des Druckmaschinenbauers Heidelberger Druck in die Drohnenabwehr. In beiden Fällen hatte das kräftige Kursgewinne zur Folge.
Die Beispiele zeigen aber auch: An der Börse ziehen längst nicht mehr traditionelle Rüstungsgüter wie Panzer, Schiffe und Flugzeuge. „Viel wichtiger sind beispielsweise Elektronik, Optik, Software, Luft- und Raumfahrt“, erläutert Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank. Hier wiederum bringen gerade klassische Zivilunternehmen aus den Bereichen Automotive, Sensorik oder Elektronik für Verteidigungsprogramme technologisch genau das Richtige mit. Für Anleger kommt es also darauf an, jene Unternehmen auszuwählen, die in den Fokus der Rüstung geraten könnten.
€uro am Sonntag hat in der Top-Story der aktuellen Ausgabe vier Einzelunternehmen ausgewählt, die das Potenzial haben, mit dem Einstieg oder dem Ausbau des Rüstungsgeschäfts auch an der Börse kräftige Zuwächse zu erzielen. An Kapital zur Finanzierung herrscht seit dem 500-Milliarden-Programm der Bundesregierung kein Mangel. Und der jüngst angekündigte Abzug von US-Truppen aus Deutschland verstärkt den Trend, sich auf eigene Beine zu stellen.
Weitere Themen im Heft
Ein starker Einstand
Mit dem langjährigen Firmenkenner Kai Beckmann an der Spitze gelingt dem Pharma- und Technologiekonzern Merck ein Jahresauftakt nach Maß (S. 6)
Der heißeste Markt der Welt
Die Börse in Südkorea läuft seit einem Jahr auf Hochtouren und fährt eine fabelhafte Performance ein. Analysten bescheinigen ihr in neuen Studien noch Potenzial (S. 8)
Stramm auf Zielkurs
Geringere Versicherungsschäden und ein rundlaufendes Fondsgeschäft bescheren diesem Versicherungsriesen einen überraschend starken Jahresstart. Das verleiht auch der Aktie wieder Schub (S. 10)
Könige der Karten
Plastikgeld ist nicht gleich Plastikgeld, das hat vergangene Woche schon der erste Teil unseres Kartentests gezeigt. Im zweiten stehen die Gold-Versionen auf dem Prüfstand. Dort sind die Unterschiede noch größer (S. 28)
Das heißeste Spielfeld der Ölindustrie
Exxon und Shell gehören zu jenen Unternehmen, die in Trumps Ära des „Drill, baby, drill“ die Arktiserkundung wieder aufnehmen (S. 38)
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