Star-Investor Bill Ackman schwärmt von SpaceX und Elon Musks unternehmerischen Können – ist bei der Aktie aber vorsichtig. Was steckt dahinter?
Bill Ackman ist einer der bekanntesten und einflussreichsten Investoren der Wall Street. Der Gründer und Chef von Pershing Square Capital Management, einem Hedgefonds mit einem Portfoliowert von zuletzt rund 13,7 Milliarden US-Dollar, gilt als Meister der konzentrierten, hochüberzeugten Wette auf wenige ausgewählte Unternehmen.
Was Ackman von vielen anderen Fondsmanagern unterscheidet: Er wartet geduldig auf den richtigen Einstiegspunkt und meidet Investments, die nicht seinem strengen Kriterium der Vorhersehbarkeit entsprechen. Was sagt der Star-Investor nun zu SpaceX, Elon Musks Raumfahrtunternehmen, das nach einem Rekord Börsengang massiven Kursverlusten ausgesetzt ist?
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Was Ackman über SpaceX sagt – und warum er trotzdem nicht kauft
Ackmans erklärte seine Haltung zu SpaceX im Podcast "Money Rehab with Nicole Lapin" von Money News Network. Dort sagte er, dass er Elon Musk für den „talentiertesten Technologen und Unternehmer unserer Generation" halte. Das Starlink-Geschäft des Unternehmens lobte er als „Quasi-Monopol" im Bereich Satelliten-Internet. An der Wall Street gelte ohnehin die inoffizielle Regel: „Wette niemals gegen Elon." Doch trotz dieser Lobeshymne greift Ackman derzeit nicht zur SpaceX-Aktie – und das aus mehreren Gründen.
Erstens die Bewertung: SpaceX ist mit rund 1,49 Billionen US-Dollar bewertet – eines der zehn wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt. Auf diesem Niveau, so Ackman, sei es schlicht viel schwieriger, den Wert zu verdoppeln, als wenn das Unternehmen noch bei 100 Milliarden Dollar läge. Das Aufwärtspotenzial sei durch die bereits eingepreiste Fantasie begrenzt.
Zweitens die Vorhersehbarkeit: SpaceX weise nicht den „Grad an Vorhersehbarkeit" auf, den Pershing Square bei Investments sucht, so der Investor. In Ackmans Ansatz zählt nicht allein das Potenzial, sondern die Verlässlichkeit der Ergebnisentwicklung.
Ob der Star-Investor jemals SpaceX-Anteile kaufen wird? Angesichts seiner Bewunderung für Musk ist es durchaus denkbar, dass Ackman bei einer günstigeren Bewertung zuschlagen könnte.
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SpaceX: Massive Kursverluste nach Rekordbörsengang
SpaceX wurde 2002 von Elon Musk gegründet mit dem erklärten Ziel, die Menschheit zu einer multiplanetaren Spezies zu machen. Heute ist das Unternehmen weit mehr als eine Raumfahrtfirma: Mit dem Starlink-Netzwerk hat SpaceX ein globales Satelliten-Internet und florierendes Geschäft aufgebaut.
Doch die KI- und Raumfahrtsparte trägt sich noch nicht. Auf Konzernebene schrieb SpaceX rote Zahlen – 4,9 Milliarden US-Dollar Nettoverlust bei einem Gesamtumsatz von 18,7 Milliarden US-Dollar.
Trotzdem feierte SpaceX Mitte Juni 2026 einen fulminanten Börsenstart. Die anfängliche Euphorie verflog angesichts der extrem hohen Bewertungen jedoch rasch: Vom Allzeithoch bei 225,64 US-Dollar fiel die Aktie bis Ende Juli auf ein neues Tief von 108,66 US-Dollar – ein Kursverlust von fast 50 Prozent in weniger als zwei Monaten. Momentan notiert das Papier bei 112 Dollar. Anleger warten nun gespannt darauf, wie sich die Quartalszahlen am 4. August und die erste Lock-up-Freigabe am 6. August auf das Papier auswirken.
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Häufige Fragen
Warum lobt Bill Ackman SpaceX, kauft aber keine Aktien?
Ackman bewundert das Starlink-Geschäft als „Quasi-Monopol" und hält Elon Musk für den „talentiertesten Technologen und Unternehmer unserer Generation". Dennoch hält er sich zurück: Zum einen ist SpaceX mit rund 1,49 Billionen US-Dollar bereits extrem hoch bewertet, was das Verdopplungspotenzial stark einschränkt. Zum anderen fehlt dem Unternehmen die „Vorhersehbarkeit", die Pershing Square für ein Investment benötigt. Ackman investiert nur dort, wo er die Ergebnisentwicklung eines Unternehmens mit hoher Sicherheit projizieren kann.
Was macht SpaceX?
SpaceX, 2002 von Elon Musk gegründet, baut und startet wiederverwendbare Raketen, betreibt das weltweite Satelliten-Internetnetzwerk Starlink und verfolgt das langfristige Ziel, die Menschheit zum Mars zu bringen. Das Unternehmen legte im Juni einen Rekord-Börsengang hin.
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Die breite Analystengemeinschaft sieht mit einem durchschnittlichen Kursziel von rund 241 US-Dollar erhebliches Aufwärtspotenzial. Allerdings sollten Anleger das Risikoprofil kennen: Die Bewertung von rund dem 82-Fachen des Jahresumsatzes lässt wenig Spielraum für Enttäuschungen. Dazu kommt im August 2026 die erste Lock-up-Freigabe, die zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen könnte. Wer langfristig an die Vision Musks glaubt, mag einen schrittweisen Einstieg in Erwägung ziehen – kurzfristig ist SpaceX jedoch eher eine Aktie für risikobewusste Anleger.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: SpaceX.
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