Wegen der politischen Unsicherheiten in Europa - in Deutschland und Frankreich stehen Wahlen an - dürfte es zwar starke Schwankungen am deutschen Aktienmarkt geben, sagte Chefanlagestratege Ulrich Stephan am Mittwoch in Frankfurt. Doch nach seiner Einschätzung bietet das sich abzeichnende Fiskalprogramm in den USA auch Chancen für deutsche Unternehmen. Noch sei allerdings nicht wirklich absehbar, in welche Richtung der neue US-Präsident Donald Trump die weltgrößte Volkswirtschaft lenken werde. "Trump war bislang eine ziemliche One Man Show", sagte Stephan. Es gebe sehr viele Unbekannte in der Rechnung.
Bei der US-Notenbank Fed rechnet Stephan im kommenden Jahr mit weiteren Zinsschritten, während etwa die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) expansiv bleiben dürfte. "Die zunehmende Zinsdifferenz zwischen Europa und Amerika wird im Jahresverlauf zu Kapitalflüssen Richtung USA führen. Damit wird der US-Dollar gegenüber dem Euro weiter zulegen." Für Ende 2017 geht die Deutsche Bank davon aus, dass der Euro bis auf 0,95 US-Dollar sinken kann, also unter die Parität.
rtr
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