Die Bank of America setzt für das vierte Quartal auf fünf Unternehmen, die vom KI-Boom profitieren. Ein Überblick.
Der KI-Boom treibt die Börse weiter vor sich her. Doch in welche Aktien sollte man jetzt investieren? In einer Kundenstudie, von der mehrere US-Finanzmedien berichten, nannte Vivek Arya, Halbleiteranalyst bei Bank of America, fünf bevorzugte Aktien für das vierte Quartal 2026: Nvidia, Intel, Marvell, Micron und Lam Research.
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KI-Werte: Das sind die Empfehlungen der Bank of America
Demnach haben die Werte noch ordentlich Potential. Laut den Berichten hob die BofA ihre Prognose für den weltweiten KI-Rechenzentrumsmarkt bis 2030 auf 2,2 Billionen US-Dollar an. Das entspräche einem jährlichen Wachstum von rund 40 Prozent.
Als Treiber nennt die Bank den zunehmenden Einsatz von KI-Agenten, den Wettbewerb zwischen KI-Laboren und das begrenzte Angebot an Chips. Bleibt die Nachfrage so hoch, könnten die Investitionen in Rechenleistung und Infrastruktur weiter steigen. Ein Überblick.
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Nvidia
Nvidia bleibt der direkteste Profiteur der Nachfrage nach KI-Beschleunigern. BofA verweist unter anderem auf mögliche Impulse durch Aktienrückkäufe und mehrere Veranstaltungen rund um die Entwicklerkonferenz GTC. Für Anleger bleibt dabei entscheidend, ob Umsatzwachstum und Nachfrage die hohen Erwartungen an den Marktführer weiter rechtfertigen.
Intel
Intel steht für eine andere, risikoreichere Geschichte: Das Unternehmen könnte von einer stärkeren Nachfrage nach CPUs im Umfeld sogenannter agentischer KI profitieren. Hinzu kommt die Hoffnung auf neue Aufträge für das Foundry-Geschäft. Ob daraus ein nachhaltiger wirtschaftlicher Aufschwung wird, hängt jedoch davon ab, ob Intel seine technologischen und operativen Vorhaben tatsächlich umsetzen kann.
Marvell
Marvell ist vor allem bei kundenspezifischen Chips und Verbindungen innerhalb von Rechenzentren positioniert. Als mögliche kurzfristige Impulse nennt BofA den Analystentag und den Hochlauf kundenspezifischer KI-Prozessoren. Für den Kurs dürfte wichtig sein, wie schnell sich solche Projekte in bedeutende Umsätze übersetzen.
Micron
Micron liefert Speicherchips, die für datenintensive KI-Anwendungen gebraucht werden. BofA sieht unter anderem einen möglichen Impuls durch den geplanten Start von Aktienrückkäufen im Dezember. Der Investmentfall hängt aber ebenso an der Entwicklung des Speichermarkts: Angebot, Preise und Nachfrage können in dieser Branche stark schwanken.
Lam Research
Lam Research profitiert nicht primär vom Verkauf fertiger KI-Chips, sondern von Investitionen in deren Herstellung. Die Bank sieht Chancen auf Marktanteilsgewinne in den Bereichen Speicher und Logikchips. Damit ist der Titel ein indirekter Hebel auf den Ausbau der Produktionskapazitäten.
Kommt jetzt der Rückenwind für Chip-Aktien?
Für den Sektor spricht auch die Saisonalität: Nach den von BofA angeführten historischen Daten entwickelten sich Chipaktien im vierten und ersten Quartal zwischen 2010 und 2025 im Median um drei bis fünf Prozentpunkte besser als der S&P 500.
Anleger sollten aber auch beachten: Eine starke Branchengeschichte kann zu hohen Bewertungen führen. Verzögerungen bei Rechenzentrumsprojekten, eine Abkühlung der Investitionspläne oder enttäuschende Geschäftszahlen könnten die Kurse belasten. Bei Intel kommt das Umsetzungsrisiko hinzu, bei Speicher- und Ausrüsterwerten die Zyklik des Marktes.
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Häufige Fragen
Welche fünf Chip-Aktien nennt Bank of America für das vierte Quartal 2026?
Laut Berichten über eine Research-Notiz des BofA-Analysten Vivek Arya sind es Nvidia, Intel, Marvell, Micron und Lam Research. Die vollständige Originalnotiz ist öffentlich nicht abrufbar.
Warum sieht BofA weiteres Potenzial bei KI-Chipaktien?
Der Bank zufolge könnte der Markt für KI-Rechenzentren bis 2030 auf 2,2 Billionen US-Dollar wachsen. Als Treiber werden der zunehmende Einsatz von KI-Agenten, der Wettbewerb zwischen KI-Unternehmen und eine knappe Chipversorgung genannt. Das ist eine Prognose, keine Garantie für steigende Aktienkurse.
Welche Risiken gibt es bei den von BofA genannten Chip-Aktien?
Zu den Risiken zählen hohe Erwartungen an das KI-Wachstum, mögliche Verzögerungen bei Rechenzentrumsinvestitionen und unternehmensspezifische Probleme. Bei Intel steht die Umsetzung der Pläne im Mittelpunkt, während Speicher- und Ausrüsterwerte stärker zyklischen Schwankungen ausgesetzt sein können. Die BofA-Einschätzung ist keine Garantie für Kursgewinne.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
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