Lanxess-Aktie: Die clevere Alternative
· Börse Online Redaktion
Foto: Börsenmedien AG
Wie so oft scheiden sich auch bei der Lanxess-Aktie die Geister. Independent Research etwa votiert mit Kaufen und einem Kursziel von 60 Euro, was durchaus Sinn machen könnte. Mehr jedenfalls als die Einstufung "Halten" seitens der Commerzbank-Analysten, und das bei einem Kursziel von 52 Euro. Das liegt gerade einmal fünf Prozent über dem aktuellen Niveau. Warum sollte man da diese Aktie behalten, zumal es lukrative Alternativen aus dem Derivate-Bereich gibt.
Der ausgewählte Capped-Call wird um 38 Prozent zulegen, sofern die DAX-Aktie Mitte Dezember bei mindestens 45 Euro notiert. Gegenüber dem aktuellen Niveau darf sie also noch um etwa zehn Prozent nachgeben. Wie gut der Schein des Emittenten HypoVereinsbank übrigens gepreist ist, zeigt der Vergleich mit dem Schein PA2GXC, der bei einer identischen Ausstattung lediglich 20 Prozent, also nur gut halb soviel Gewinn verheißt.
Zur technischen Verfassung der Aktie: die schaffte im März den Ausbruch aus dem zwei Jahre währenden Abwärtstrend und wird kurzfristig von der Unterstützungskombination aus horizontaler Zone und 55-Tage-Linie um 48/48,50 Euro abgesichert. Die 200-Tage-Linie verläuft inzwischen flach und ließe eine Korrektur auf 44 Euro zu. Würde die Aktie überigens am Bewertungstag bei 44 Euro notieren, hätte der Schein immer noch ein Plus von gut zehn Prozent gemacht.
Die Investment-Strategie sieht so aus: Gewinnmitnahmen werden bei 4,60 Euro angepeilt und der Stopp wird zunächst bei 2,60 Euro platziert. Erstmals im Juni sollte der Stoppkurs dann zu Beginn jedes Monats um 12 Cent angehoben werden.
Name: Lanxess-Capped-Call
WKN: HY63HL
Aktueller Kurs: 3,60 € / 3,63 €
Laufzeit: 16.12.15
Basis/Cap: 40,00 € / 45,00 €
Stoppkurs: 2,60 €
Anpassung Stoppkurs: +0,12 € / Monat
Zielkurs: 4,60 €
Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.
www.smartanlegen.de
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