Merck-Aktie nach Allianz mit Pfizer auf Rekordhoch
· Börse Online Redaktion
"Die Vereinbarung mit Pfizer ist ein wichtiger Meilenstein in der Weiterentwicklung unserer Pharma-Pipeline", erklärte Merck-Chef Karl-Ludwig Kley. Die Immuntherapie von Krebs gilt als eines der zukunftsträchtigsten Gebiete in der Krebsmedizin. Dabei geht es darum, das körpereigene Abwehrsystem so anzuregen, dass es den Krebs bekämpft.
Die Nachricht erfreute die Börse. Die Aktien stiegen um bis zu 4,5 Prozent auf ein Rekordhoch von 77,66 Euro und waren damit Spitzenreiter im Dax.
Kernpunkt der Zusammenarbeit ist die Entwicklung und spätere Vermarktung der Substanz MSB0010718C von Merck - ein so genannter Anti-PD-L1-Antikörper. Der Merck-Wirkstoff soll dafür sorgen, dass T-Zellen des körpereigenen Abwehrsystems Tumorzellen bekämpfen und damit das Krebswachstum hemmen. Ende Juli hatten die Darmstädter eine Phase-II-Studie mit der Substanz zur Behandlung einer seltenen Form von Hautkrebs angekündigt. Neue Wirkstoffe müssen vor einer Zulassung erst drei Phasen der klinischen Entwicklung am Menschen bestehen.
"Unser strategischer Fokus auf die Immunonkologie wird durch die weltweite Allianz ganz wesentlich gestärkt", erklärte Mercks Pharma-Chef Stefan Oschmann. Nächstes Jahr sollen bis zu 20 klinische Entwicklungsprogramme angeschoben werden. Alle anfallenden Entwicklungs- und Markteinführungskosten sowie alle Umsätze, die durch einen möglichen Verkauf der Anti-PD-L1 oder Anti-PD-1-Produkte erwirtschaftet werden, sollen geteilt werden.
Darüber hinaus vereinbarten die Unternehmen einen Anti-PD-1-Antikörper von Pfizer in Phase-1-Studien zu bringen. Zudem vereinbarten die Konzerne, dass Merck künftig die Lungenkrebsarznei Xalkori von Pfizer in den USA und anderen Märkten mit vermarkten kann.
Reuters
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