Mit seiner Wette gegen den US-Immobilienmarkt wurde Michael Burry weltberühmt. Jetzt schlägt der „Big Short“-Investor erneut Alarm und warnt bei zwei Aktien vor einem dramatischen Szenario.

Wenn Michael Burry vor einer Aktie warnt, werden viele Anleger hellhörig. Denn mit seiner Wette gegen den US-Immobilienmarkt im Jahr 2008 verdiente er Millionen und wurde weltberühmt. 18 Jahre später betrachtet er den Immobiliensektor erneut mit großer Skepsis. Die Aktien von Fannie Mae und Freddie Mac könnten seiner Einschätzung zufolge sogar wertlos werden.

Spekulationsgewinne schmelzen dahin

Beide Aktien haben inzwischen fast sämtliche Kursgewinne seit der Wahl von Donald Trump zum 47. US-Präsidenten wieder abgegeben. Auf Jahressicht verlor Fannie Mae rund 67 Prozent und Freddie Mac knapp 69 Prozent. Burry spricht von einer überzogenen Spekulation, deren Folgen sich nun zeigen würden. Auch die charttechnische Lage bereitet ihm Sorgen: Die Kurse hätten eine ausgeprägte Schulter-Kopf-Schulter-Formation gebildet, die auf weitere erhebliche Verluste hindeute.

Mindestens 90 Prozent Verwässerung drohen

Das eigentliche Problem liegt jedoch in der Kapitalstruktur. Die US-Regierung besitzt vorrangige Vorzugsaktien an beiden Unternehmen. Sollte das Finanzministerium diese in Stammaktien umwandeln, könnten die bisherigen Aktionäre laut Burry um mindestens 90 Prozent verwässert werden. Damit für sie wieder ein nennenswerter Wert entsteht, müsste die Regierung die staatliche Zwangsverwaltung aufheben oder ihre Ansprüche verringern. Bislang erkennt Burry dafür jedoch kaum politischen Willen.

Fazit: Politik entscheidet über Aktienwert

Für Anleger bleiben Fannie Mae und Freddie Mac hochriskante Spekulationen auf eine politische Entscheidung. Sollte die US-Regierung ihre Ansprüche nicht reduzieren, droht den Aktionären eine massive Verwässerung bis hin zum nahezu vollständigen Wertverlust. Ob es tatsächlich dazu kommt, bleibt allerdings offen.

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Häufig gestellte Fragen:

Warum warnt Michael Burry vor Fannie Mae und Freddie Mac?

Burry befürchtet eine erhebliche Verwässerung der bestehenden Aktien, falls staatliche Vorzugsaktien in Stammaktien umgewandelt werden.

Können die Aktien von Fannie Mae und Freddie Mac wertlos werden?

Ja, Burry hält einen nahezu vollständigen Wertverlust für möglich. Ausschlaggebend ist, wie die US-Regierung mit ihren Beteiligungen verfährt.

Was machen Fannie Mae und Freddie Mac?

Die beiden US-Hypothekenfinanzierer erwerben Immobilienkredite von Banken und bündeln sie zu Wertpapieren. Auf diese Weise erleichtern sie die Finanzierung von Immobilien in den USA.