Munich Re-Aktie: Rückversicherer muss Nein der Aktionäre zum Vergütungssystem fürchten
· Börse Online Redaktion
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Münchener Rück-Aufsichtsratschef Bernd Pischetsrieder und Ex-SAP-Chef Henning Kagermann säßen zudem schon viel zu lange im Vergütungsausschuss, der über die Managergehälter befindet, als dass sie noch - wie international üblich - als "unabhängige Mitglieder" gelten könnten.
ISS ist die einflussreichste von mehreren Beratungsfirmen, nach deren Empfehlungen sich die meisten angelsächsischen Fondsgesellschaften und Großinvestoren richten.
Der weltgrößte Rückversicherer rechtfertigte die Praxis, die Ziele und Bewertungen der einzelnen Vorstandsmitglieder nicht aufzuschlüsseln. "Munich Re veröffentlicht diese Informationen nicht, weil solche Informationen von großer Bedeutung für die Konkurrenz sind", sagte eine Sprecherin am Montag. Sollten die Aktionäre aber tatsächlich gegen die Vergütung stimmen, werde der Aufsichtsrat über Konsequenzen entscheiden. Die Aktionärs-Voten zur Vergütung sind in Deutschland zwar rechtlich nicht bindend, Firmen können sich aber kaum erlauben, ein Nein der Anteilseigner ganz zu missachten.
Die Münchener Rück dürfte nicht der einzige Konzern im Leitindex Dax bleiben, der in diesem Jahr mit mehr Gegenwind angelsächsischer Aktionäre rechnen muss. Bei der Deutschen Bank waren die Gehalts- und Bonus-Richtlinien schon im vergangenen Jahr auf der Hauptversammlung durchgefallen - ebenfalls auf Betreiben von ISS. Die Bank stellt im Mai nun ein vereinfachtes System zur erneuten Abstimmung.
rtr
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