Die Quartalszahlen waren stark, der Ausblick enttäuschend. Doch dieser Insider glaubt an die Aktie und kauft massiv nach.

Rund 50 Prozent Verlust in einem Monat, davon 29 Prozent an einem Tag. Intel erlebte nach Vorlage der Quartalszahlen ein Debakel. Zwar stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar und der bereinigte Gewinn konnte um 126 Prozent zulegen, die Analysten straften den Konzern jedoch für den schwächer als erwarteten Ausblick. 15 bis 16 Milliarden Dollar Umsatz und einen bereinigten Gewinn von 0,25 Dollar pro Aktie stellte Intel in Aussicht, mit 17,1 Milliarden Dollar und 0,43 Dollar Earnings per Share wurde gerechnet. Und dann ist AMD auch noch auf dem besten Weg, Intel beim Umsatz mit x86-Prozessoren zu schlagen.

CEO kauft nach

Intel CEO Lip-Bu Tan glaubt dennoch felsenfest an sein Unternehmen und nimmt den aktuellen Kursrutsch zum Anlass, 150.000 Aktien im Wert von rund 9,71 Millionen Dollar nachzukaufen. Eine kluge Entscheidung. Denn Anleger übersehen, dass Intel insbesondere bei der Verbesserung der Fertigungsausbeute sowie bei der Restrukturierung der Kosten bedeutende Fortschritte erzielt hat, die ein Kurspotenzial von +20 Prozent eröffnen.

Technische Gegenbewegung voraus

Noch im Juni konnte Intel ein Allzeithoch bei 143 Dollar verbuchen. Nach einer Korrektur bis auf 81 Dollar im Juli, konnte sich der Kurs wieder bis auf 126 Dollar im September erholen, allerdings nicht mehr an alte Zeiten anknüpfen. Ein erstes Warnsignal. Nach dem aktuellen Kurssturz von 93 Dollar bis auf 58 Dollar ist Intel charttechnisch komplett überverkauft. Die Überverkauft-Zone im RSI beginnt bei 30, der Wert steht bei 23. Eine technische Gegenbewegung steht im Raum, die den Kurs zuerst an das Opening Gap im April bei 70 Dollar und im Anschluss zurück an die einstige Unterstützung bei 81 Dollar führen könnte. 

Intel überverkauft
Intel überverkauft

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