Die Allianz kauft die Fondstochter der United Overseas Bank für 376 Millionen Euro. Asien wird für den Konzern immer wichtiger. 

Der Münchner Versicherungskonzern Allianz baut sein Asien-Geschäft konsequent aus. Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen greift die Allianz in Singapur zu: Die Vermögensverwaltungstochter Allianz Global Investors (AllianzGI) übernimmt UOB Asset Management (UOBAM), die Fondssparte der United Overseas Bank (UOB) – einer der größten Banken Südostasiens. Der Kaufpreis beläuft sich auf 555 Millionen Singapur-Dollar, umgerechnet rund 376 Millionen Euro.

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UOBAM-Deal: Allianz in Asien auf Einkaufstour

UOBAM verwaltet derzeit ein Vermögen von 28 Milliarden Euro und ist neben Singapur in sieben weiteren asiatischen Märkten präsent, darunter Thailand, Malaysia, Vietnam, Indonesien, Taiwan, Japan und Brunei. Durch die Übernahme steigt das von AllianzGI in der Region verwaltete Vermögen auf über 170 Milliarden Euro. Allein in Singapur, wo AllianzGI seit 1999 aktiv ist, verdoppelt sich das Geschäftsvolumen mit dem Zukauf.

Bestandteil der Transaktion ist zudem eine langfristige Vertriebsvereinbarung mit der UOB. Über das Filialnetz der Bank – mit mehr als acht Millionen Kunden und rund 400 Niederlassungen in der Region – soll AllianzGI künftig Zugang zu einem deutlich breiteren Anlegerkreis in Südostasien erhalten.

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Weiterführende Links

“Wachstum in dieser dynamischen Region erheblich beschleunigen“

Das Modell ähnelt dem Deal, den die Allianz erst vor kurzem mit HSBC Life Singapore vereinbart hatte: Dort hatte der Konzern die Lebens- und Krankenversicherungstochter der britischen Großbank für rund zwei Milliarden Euro erworben – inklusive einer 15-jährigen Vertriebspartnerschaft.

Allianz-Chef Oliver Bäte hat Wachstum in Asien zur strategischen Priorität erklärt. „Die Einbindung der südostasiatischen Investment-Expertise in unsere globale Plattform wird unser gemeinsames Angebot stärken und unser Wachstum in dieser dynamischen Region erheblich beschleunigen“, sagte AllianzGI-Chef Tobias Pross in einer Mitteilung des Konzerns. Die Kombination soll Kunden Zugang zu einer breiteren Palette an Anlage- und Vorsorgelösungen bieten, darunter auch Scharia-konforme Produkte.

Allianz (WKN: 840400)

Allianz-Aktie legt zu – Börse reagiert gelassen

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen und soll voraussichtlich 2027 abgeschlossen werden. An der Börse reagierten die Anleger gelassen: Die Allianz-Aktie notiert momentan nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch und legte am Mittwoch noch leicht zu. Spannend wird es dann am Freitag: Dann kommen die Mitteilung zum zweiten Quartal und der Halbjahresfinanzbericht 2026, gefolgt von einer Analystenkonferenz.

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Häufige Fragen

Welchen Deal hat die Allianz verkündet? 

Die Allianz übernimmt über ihre Vermögensverwaltungstochter AllianzGI die UOB Asset Management (UOBAM), die Fondssparte der United Overseas Bank. Der Kaufpreis beträgt 555 Millionen Singapur-Dollar, umgerechnet rund 376 Millionen Euro.

Warum ist die Übernahme von UOBAM strategisch bedeutsam? 

UOBAM verwaltet 28 Milliarden Euro und ist in acht asiatischen Märkten aktiv. Mit dem Zukauf steigt das von AllianzGI in Asien verwaltete Vermögen auf über 170 Milliarden Euro. Hinzu kommt eine Vertriebsvereinbarung mit der UOB, die Zugang zu mehr als acht Millionen Bankkunden und rund 400 Filialen in Südostasien eröffnet.

Wie fügt sich der UOBAM-Deal in die Asien-Strategie der Allianz ein? 

Es ist bereits der zweite Großdeal in wenigen Wochen: Kurz zuvor hatte die Allianz die HSBC Life Singapore für rund zwei Milliarden Euro erworben. Allianz-Chef Oliver Bäte hat Asien zur strategischen Wachstumspriorität erklärt. Beide Transaktionen folgen dem gleichen Muster: Übernahme verbunden mit einer langfristigen Vertriebspartnerschaft mit der jeweiligen Bank.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.

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