Diese deutsche Aktie stand erst kürzlich wegen einer BaFin-Prüfung unter Druck - jetzt gibt es die nächsten schlechten Nachrichten. Das müssen Anleger wissen.
Bei der Aktie von Jungheinrich scheinen die schlechten Nachrichten aktuell kaum abzureißen. Nachdem erst kürzlich eine BaFin-Prüfung im Fokus stand, gibt es nun die nächste Hiobsbotschaft, die die Anteilsscheine um sieben Prozent nach unten reißt.
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Nächster Schock nach BaFin-Prüfung für deutsche Aktie
So stimmen der Wettbewerb und Materialkosten den Gabelstapler-Hersteller vorsichtiger für die Gewinnentwicklung im laufenden Jahr. Hinzu kämen Nachwirkungen des im Februar beendeten Streiks im Werk Lüneburg. Eine 2026 wohl etwas bessere Umsatzentwicklung als bisher geplant kann das nicht kompensieren.
Wegen der zahlreichen Belastungen erwartet die Unternehmensführung laut einer Mitteilung vom Donnerstag 2026 nun ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 340 bis 400 Millionen Euro, statt bisher 380 bis 450 Millionen. Die mittlere Erwartung von Analysten liegt in der oberen Hälfte der neuen Spanne. Die entsprechende operative Gewinnmarge dürfte der neuen Prognose zufolge 6,2 bis 7,0 Prozent erreichen, hieß es weiter vom Unternehmen. Zuvor waren 7,2 bis 8,0 Prozent avisiert worden.
Damit dürfte sich der operative Gewinn im Mittel nun weniger erholen als erhofft, nachdem dieser 2025 wegen hoher Sonderbelastungen durch den Verkauf der russischen Tochtergesellschaft sowie durch ein Restrukturierungsprogramm auf 228 Millionen abgesackt war.
Etwas zuversichtlich blickt Jungheinrich "infolge intensiver Vertriebsaktivitäten" auf Umsatz und Bestellungen. Der Auftragseingang dürfte 2026 zwischen 5,5 und 6,1 Milliarden Euro liegen und der Umsatz 5,3 bis 5,9 Milliarden Euro erreichen. Das sind an den oberen und unteren Enden der Spannen jeweils 100 Millionen Euro mehr als zuvor geplant.
Was sollten Anleger bei der deutschen Aktie tun?
Keine guten Nachrichten also für die Aktien von Jungheinrich. Die zarte Erholungsbewegung der vergangenen Woche droht damit erneut zu scheitern. Möglich ist es, dass sich der Versuch einer Bodenbildung nun durch eine Seitwärtsphase fortsetzt. Läuft es negativ, könnten neue Jahrestiefs folgen.
Ob sich jetzt aber trotzdem eine Einstiegschance bei den Papieren des SDAX-Konzerns bietet, erfahren Anleger in einer exklusiven Analyse in der BÖRSE ONLINE-Ausgabe 30/26.
Enthält Material von dpa-AFX
Häufig gestellte Fragen
Warum fallen die Aktien von Jungheinrich?
Die Aktien von Jungheinrich fallen am Donnerstag nach einer Prognosesenkung.
Warum steht Jungheinrich im Fokus der BaFin?
Die Finanzaufsichtsbehörde hat eine Prüfung des Halbjahresabschlusses des Gabelstaplerherstellers eingeleitet. Es lägen konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass die Jungheinrich Aktiengesellschaft gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen hat, teilte die Behörde am Dienstag mit. Daher werden den Angaben zufolge der veröffentlichte verkürzte Abschluss zum 30. Juni 2025 und der zugehörige Zwischenlagebericht für das erste Halbjahr 2025 geprüft.
Was sagen die Analysten zur Aktie von Jungheinrich?
Die Analysten raten bei der Aktie von Jungheinrich zum Kauf und sehen vom aktuellen Niveau 71 Prozent Potenzial.