Die Nvidia-Aktie ist am Donnerstag um 2,5 Prozent gestiegen. Konzernchef Jensen Huang hat eine selbstbewusste Prognose abgegeben.

Mit der Nvidia-Aktie ging es am Donnerstag bergauf: Beim Chip-Branchenriesen schlug am Ende des Börsentages ein Kursplus von 2,5 Prozent zu Buche. Für zusätzlichen Rückenwind könnte eine optimistische Prognose von Nvidia-CEO Jensen Huang sorgen.

Immer auf dem Laufenden bleiben: Jetzt BÖRSE ONLINE bei Google bevorzugen. 

Nvidia (WKN: 918422)

Huangs Prognose: Nvidia erwartet starkes Wachstum

„Ich erwarte, dass Nvidia im kommenden Jahr doppelt so viele Chips verkaufen wird wie in diesem Jahr“, sagte Huang bei einem Gipfeltreffen mit dem britischen König Charles III. in Schottland gegenüber Medienvertretern.

„Der Grund dafür ist, dass KI so viel zum Nutzen verschiedener Branchen und Volkswirtschaften beiträgt. Das sieht man in praktisch jedem einzelnen Land, in dem wir tätig sind: Die Menschen wollen in KI investieren.“

Nvidia legt keine Gesamtzahlen zu den Chipverkäufen offen. Aber dafür hat der Chipriese erst vor kurzem für das Geschäftsjahr bis Januar 2028 ein Wachstum von 70 Prozent und einen Umsatz von rund 673 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt. Analysten haben daraufhin ihre Erwartungen nach oben geschraubt.

Der Konzern profitiert vor allem von der hohen Nachfrage nach leistungsfähigen Prozessoren und Rechenzentren, die für die Entwicklung und den Betrieb moderner KI-Anwendungen benötigt werden.

Tipp: Wenn Sie auch auf Unternehmen entlang der gesamten Halbleiter-Wertschöpfungskette setzen wollen, dann könnte das Investment in den BÖRSE ONLINE Chip Power Index das Richtige für Sie sein. 

Wachsende Sorgen über unkontrollierbare KI

Doch es gibt auch Faktoren, die den Boom bei Nvidia eindämmen können – beispielsweise die um sich greifende Angst vor einer unkontrollierbaren Super-KI, vor der Forscher seit einigen Wochen verstärkt warnen.

Nicht nur im US-Senat werden parteiübergreifend KI-Sicherheitsregeln diskutiert. Auch bei dem Gipfeltreffen in Schottland war die Sicherheit künstlicher Intelligenz ein zentrales Thema. Der britische König Charles III. sprach dabei neben Huang auch Führungskräfte von Anthropic, Google DeepMind und OpenAI auf die bestehenden Risiken an.

„Meine Damen und Herren, wir sind uns vermutlich schnell einig, dass die Entwicklung der KI, sowohl in ihrer Substanz als auch in ihrem Tempo, gleichermaßen faszinierend wie zutiefst besorgniserregend ist“, sagte Charles demnach laut Deutscher Presse-Agentur. „KI zeigt bereits ihr immenses Potenzial, Leben zu verbessern und zu retten – beispielsweise im Bereich der Lebenswissenschaften und der Medizin.“

Dennoch würden diejenigen, die diese Technologien geschaffen hätten, nun zunehmend davor warnen, dass KI Gefahr laufe, dunklere Fähigkeiten zu entwickeln. „Vielleicht sogar die, Leben zu nehmen“, sagte Charles.

„In dieser Hinsicht besteht, wenn ich das so sagen darf, dringender Bedarf, die existenziellen Gefahren angemessen zu berücksichtigen, wenn solche Technologien in die falschen Hände geraten und auf potenziell katastrophale Weise eingesetzt werden.“

Weiterführende Links

König Charles warnt vor den Risiken künstlicher Intelligenz

Der König fragte, ob es nicht ausreichende Kontrollmöglichkeiten brauche, bevor es zu spät sei. „Diejenigen in unserer Welt, denen unsere Menschlichkeit und ihre entscheidende moralische Komponente zutiefst am Herzen liegen, suchen ängstlich nach Ihrer Zusicherung, dass wir nicht die Kontrolle über unser Schicksal – oder unsere Seelen – verlieren werden“, sagte Charles.

Huang sagte dazu nur: „Wenn ein Produkt nicht sicher ist, sollten wir seine Entwicklung zurückhalten und weiter daran arbeiten.“ Der Nvidia-CEO hatte bereits zuvor auf der Salesforce-Konferenz Dreamforce angegeben, dass er zusätzliche KI-Sicherheitsregeln ablehne.

Wenn Sie sich dafür interessieren, wie Sie ihr Geld am besten anlegen können, dann kann sich ein Probeabo von BÖRSE ONLINE für Sie lohnen.

Enthält Material von dpa-AFX

Häufige Fragen

Was ist Jensen Huangs Prognose?

Nvidia-CEO Jensen Huang erwartet, dass Nvidia im kommenden Jahr doppelt so viele Chips verkaufen wird wie im laufenden Jahr. Begründet hat er seine Prognose mit der weltweit stark steigenden Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz.

Womit verdient Nvidia derzeit besonders viel Geld?

Nvidia profitiert vor allem von der hohen Nachfrage nach leistungsfähigen Chips für Rechenzentren und Anwendungen der künstlichen Intelligenz. Diese Prozessoren werden für das Training und den Betrieb moderner KI-Modelle benötigt.

Welche Risiken könnten den KI-Boom bremsen?

Neben möglichen Schwankungen bei der Nachfrage könnten strengere Regulierungen und Sicherheitsvorgaben das Wachstum bremsen. Zudem gibt es wachsende Sorgen über die Risiken einer unkontrollierten oder missbräuchlich eingesetzten künstlichen Intelligenz.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinba-rung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.