Der US-Vermögensverwalter Ken Fisher überrascht im jüngsten 13F-Bericht mal wieder mit einem krachen Shift im Portfolio: Er baut den Bestand an Ölaktien zum Teil deutlich ab – und setzt dafür auf eine ganz neue Branche. Um diese Aktien geht es.

Der US-Milliardär Ken Fisher hat das Portfolio seiner Vermögensverwaltung Fisher Asset Management im zweiten Quartal 2026 kräftig umgeschichtet. Besonders auffällig: Während Positionen in Tech- und Industrietitel weiter ausgebaut wurden, hat Fisher im Energiesektor zum Teil radikal verkauft. Das zeigt der Vergleich der 13F-Filings für das erste und zweite Quartal 2026.

Zu den größten Käufen zählt GE Aerospace. Statt bisher 15.670 Aktien hält Fisher nun 11.588.047 Stücke. Damit schoss der der Wert dieser Beteiligung von 4,45 Millionen auf 4,33 Milliarden US-Dollar. Ebenfalls deutlich ausgebaut hat Fischer seine Anteile am Siemens Energy-Konkurrenten GE Vernova: Hier kaufte er mehr als 3,5 Millionen Aktien im Wert von fast 4,2 Milliarden US-Dollar zu. Auch bei Caterpillar kaufte Fisher für 3,6 Milliarden US-Dollar nach.

Ölaktien fliegen raus

Auf der Verkaufsseite fällt vor allem Canadian Natural Resources auf. Fisher reduzierte die Position von 45.024.405 auf 1.665.176 Aktien. Noch drastischer war der Rückzug bei ING Groep: Hier schrumpfte der Bestand von 49.705.445 auf 5.854.380 Aktien. Auch bei ConocoPhillips, Chevron, Exxon Mobil und TotalEnergies nahm der erfahrene Vermögensverwalter deutlich Gewinne mit. Von ConocoPhillips trennte er sich nahezu komplett: Die Position fiel von 15.217.736 auf nur noch 940.145 Aktien.

Die absolut größten Positionen blieben dagegen nach Aktien-Stückzahlen nahezu unverändert. Dafür stieg ihr Wert noch einmal deutlich. Der größte Batzen im fast 336 Milliarden US-Dollar großen Gesamtportfolio ist weiterhin Nvidia mit eiunem Wert von 18,2 Milliarden Dollar, das sind 2,5 Milliarden mehr als Ende März. Außerdem hält Fischer Apple-Aktien im Wert von nun 16,7 Milliarden Dollar und Alphabet A- und C-Aktien im Gesamtwert von 14,9 Milliarden Dollar. Der weitaus größte Teil davon entfällt auf A-Shares.

Was sich Anleger abgucken können

Fisher setzt also noch stärker auf große Qualitätswerte aus Technologie und Industrie und nimmt im Gegenzug den Anteil seiner Energie-Titel spürbar zurück – ausgenommen GE Vernova. Insgesamt zeigt sich auch hier ein Trend hin zu Value-Titeln, auch wen der Investor – im Gegenteil zum Vorquartal – sein Engagement im Gesundheitssektor diesmal kaum weiter ausbaute. In dieser Branche gab es alelrins ejeinterssanten antizyklischen Kauf: Bei Pfizer kaufte Fisher 4,1 Millionen Aktien zu – obwohl der Kurs über das Quartal hinweg fiel. Trotzdem ist Fishers Position in Eli Lilly immer noch rund dreimal größer.

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Häufige Fragen zum Thema

Was sind die 13F-Berichte?

Die 13F-Berichte sind Pflichtformulare der US-Börsenaufsicht SEC, in denen große institutionelle Investoren mit einem verwalteten Vermögen von mindestens 100 Millionen US-Dollar jedes Quartal die von ihnen gehaltenen Aktien und Wertpapiere offenlegen müssen. Die 13F-Filings erscheinen vierteljährlich, spätestens 45 Tage nach Quartalsende, und bieten damit exklusive Einblicke in die Portfolios der Starinvestoren. Auch Unternehmen wie Nvidia müssen ihre Finanzbeteiligungen im Rahmen eines 13F-Berichts offenlegen, wenn sie die genannte Anlagesumme überschreiten.

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Wer ist Ken Fisher?

Ken Fisher, geboren 1950, ist ein amerikanischer Milliardär und Investor und der Gründer der globalen Vermögensverwaltungsgesellschaft Fisher Investments. Fisher schrieb mehr als 32 Jahre lang die Kolumne „Portfolio Strategy“ für das Forbes Magazine und verfasste mehrere Finanzbücher zum richtigen Vermögensaufbau.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.