Der Fonds investiert in Unternehmen, die den wachsenden Bedrohungslagen entgegenwirken. Die Themenfelder kann der Manager flexibel gewichten.
Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst am 9. September in der BÖRSE ONLINE-Ausgabe 38/26. Wenn Sie in Zukunft als Erstes die Einschätzung unserer Experten lesen wollen, dann werfen Sie einen Blick auf dieses Angebot.
Der Fund einer mit Sprengstoff präparierten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle Anfang August unterstreicht, wie dringend Investitionen in Verteidigung sind und wieso diese zuletzt deutlich ausgeweitet wurden. Geschützt werden müssen jedoch nicht nur kritische Infrastruktureinrichtungen wie Flughäfen, Kasernen, Stromnetze und Bahnanlagen. Auch Firmen, Banken und Behörden sehen sich wachsenden Gefahren ausgesetzt — insbesondere durch Cyberangriffe. Das dazu notwendige Know-how kommt immer seltener aus den Organisationen selbst, sondern wird von spezialisierten Unternehmen bereitgestellt. In diese investiert der LBBW Sicher Leben Fonds. Das Anlagekonzept des Vehikels beruht auf den beiden Themenfeldern Verteidigung und IT-Sicherheit. Im Portfolio finden sich zudem Unternehmen, die mit ihren Lösungen zur Erhöhung der physischen Sicherheit im öffentlichen und privaten Raum beitragen.
Flexibilität für den Manager
LBBW-Fondsmanager Yannik Schiele kann die Gewichtung der drei Sektoren flexibel zwischen zehn und 70 Prozent steuern. Das ermöglicht ihm, in hohem Maße auf sich verändernde Marktbedingungen zu reagieren und Schwerpunkte dort zu setzen, wo er die aktuell besten Perspektiven sieht. Das globale Anlageuniversum umfasst rund 400 Unternehmen, aus denen Schiele, je nach Marktlage, zwischen 50 und 80 Titel auswählt. Im Verteidigungsbereich zählt derzeit GE Aerospace zu den Favoriten und kommt auf einen Portfolioanteil von 2,88 Prozent. Das US-Unternehmen produziert unter anderem Triebwerke für Militärflugzeuge. Im Bereich IT-Sicherheit setzt der Manager auf Palantir. Das Unternehmen aus Denver, Colorado, unterstützt zum einen Geheimdienste, Militärs und Polizeibehörden bei der Terrorabwehr und der taktischen Lageanalyse. Zum anderen hilft es Konzernen, komplexe Lieferketten und Produktionsabläufe zu optimieren und zu sichern. Die Aktie der Amerikaner ist mit 4,54 Prozent die Top-Position des Fonds. Das Investmentthema physische Sicherheit spielt der Fonds mit Securitas. Das in 40 Ländern aktive schwedische Unternehmen stellt technisch bestens ausgerüstetes Sicherheitspersonal für den Pforten-, Streifen- und Eventdienst. Zudem plant und installiert der Konzern Alarmanlagen.
Fazit
Bei der Auswahl der Titel hält sich das Management an klare Vorgaben. In Unternehmen, die mit Antipersonenminen, Streumunition sowie biologischen oder chemischen Waffen in Verbindung stehen, wird nicht investiert. Tabu sind zudem Unternehmen, die ihren Sitz in Russland, China, Nordkorea, Iran, Irak oder den Vereinigten Arabischen Emiraten haben. Bislang hat sich der Fonds gut bewährt. Innerhalb eines Jahres legte er um sicher mehr als 20 Prozent zu.