Rocket-Internet-Tochter HelloFresh will im Herbst Börsengang liefern
· Börse Online Redaktion
HelloFresh liefert keine fertigen Mahlzeiten, sondern die Zutaten für Rezepte zum Selberkochen an die Haustür, zurzeit mehr als vier Millionen Portionen im Monat. Die Firma ist unter anderem in Deutschland, Großbritannien, den USA und den Benelux-Staaten aktiv.
HelloFresh ist eines der ersten Unternehmen, bei dem Rocket Internet auf eine Mehrheitsbeteiligung aufgestockt hat, wie es der Strategie seit dem Börsengang entspricht. Rocket hatte im Februar weitere 100 Millionen Euro in HelloFresh gesteckt und hält nun 52 Prozent. Insgesamt wurde das Unternehmen damals mit 624 Millionen Euro bewertet. Im Zuge des Börsengangs könnte der Firmenwert auf rund eine Milliarde Euro steigen, sagte einer der Insider.
HelloFresh gibt seinen Umsatz mit 120 Millionen Euro im Jahr an, das Ergebnis hat das Unternehmen bisher nicht beziffert. Der US-Rivale Blue Apron ("Blaue Schürze"), der auf drei Millionen Mahlzeiten pro Monat kommt, wurde bei seiner jüngsten Finanzierungsrunde mit mehr als zwei Milliarden Dollar bewertet.
Möglicherweise wolle HelloFresh den Börsengang gleich nach der Sommerpause ankündigen, sagte einer der Insider. Im Herbst drängen zahlreiche Firmen auf das Frankfurter Börsenparkett, darunter der Kleinanzeigen-Portalbetreiber Scout24, der Lkw-Zulieferer Jost-Werke, die Bayer -Kunststoff-Tochter Covestro und die Zugsparte von Bombardier.
Auch im Rocket-Imperium gibt es weitere Börsenkandidaten: der Online-Lieferdienst Delivery Hero ("Lieferheld"), der Mahlzeiten aus Restaurants frei Haus liefert, die Möbelhändler Westwing und Home24 sowie die Global Fashion Group, die - nach dem Vorbild von Zalando in Deutschland - in Schwellenländern Mode versendet.
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