Starke Quartalszahlen, eine angehobene Prognose und Analysten-Lob katapultieren eine SDAX-Aktie zweistellig nach oben. Kommt jetzt die Trendwende?
Heute gibt es richtig gute Nachrichten für die Aktionäre von Schott Pharma: Am Donnerstag schoss die Aktie des Mainzer Pharmazulieferers auf der Handelsplattform Tradegate zeitweise um bis zu 22 Prozent nach oben und markierte mit 19,76 Euro ein neues Jahreshoch. Auslöser war eine Kombination aus stark ausgefallenen Quartalszahlen, einer erhöhten Jahresprognose – und der Einigung in einem wichtigen Kundenstreit.
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SDAX-Aktie hebt ab: Prognose angehoben, Sorgen abgehakt
Schott Pharma, spezialisiert auf Verpackung und Verabreichung injizierbarer Medikamente, hatte am Mittwochabend vorläufige Zahlen für das dritte Geschäftsquartal (per Ende Juni) vorgelegt. Demnach erzielte das im SDax notierte Unternehmen ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von rund 8 Prozent bei einer operativen Marge von rund 27 Prozent – und übertraf damit die Markterwartungen deutlich.
Auf Basis dieser Entwicklung schraubte Schott seine Jahresziele spürbar nach oben: Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet das Unternehmen nun mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent – bislang waren lediglich 2 bis 5 Prozent in Aussicht gestellt worden. Auch bei der Ebitda-Marge zeigt sich das Management optimistischer - nun werden 27 bis 28 Prozent erwartet.
Neben der guten Geschäftsentwicklung und den Erwartungen für das Schlussquartal nannte Schott eine Einigung mit einem wichtigen Kunden für Glasspritzen als Grund für die Erhöhung. Diese beinhalte sowohl Umsatz- als auch Ausgleichskomponenten, die sich laut Schott in zukünftigen Perioden auswirken werden. Zuvor hatte dieser Kundenkonflikt im Dezember 2025 zu einer Gewinnwarnung geführt und die Aktie seither belastet.
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Schott Pharma-Aktie im Aufwind: Analysten reagieren prompt
Die Analysten reagierten auf die Nachrichten mit besseren Bewertungen: Charles Weston von der kanadischen Bank RBC stufte die Aktie mit „Outperform" ein und signalisiert mit einem Kursziel von 21 Euro auch nach dem Kurssprung noch weiteres Potenzial. Mit den Eckdaten für das dritte Quartal habe der Pharma-Spezialist seine verbliebenen Sorgen abgehakt, bemerkte Weston, der neben der gelösten Kundenfrage auch das Umsatzwachstum und die Margensteigerung lobte.
Die Deutsche Bank hob ihr Kursziel für Schott Pharma von 22 auf 23 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung. Analyst Falko Friedrichs, der die Aktie zuletzt bereits in Erwartung eines beschleunigten Wachstums hochgestuft hatte, zeigte sich vom Ausmaß der übertroffenen Erwartungen positiv überrascht und sieht darin „einen wesentlichen Kurstreiber".
Trotz des Kursfeuerwerks bleibt die Aktie weit von ihrer einstigen Stärke entfernt. Im März war das Papier auf ein Rekordtief von 12,62 Euro abgesackt; das Rekordhoch aus dem Frühjahr 2024 bei über 43 Euro liegt also noch in weiter Ferne. Den vollständigen Quartalsbericht will Schott Pharma am 12. August veröffentlichen.
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Enthält Material von dpa-AFX
Häufige Fragen
Warum ist die Schott-Pharma-Aktie so stark gestiegen?
Schott Pharma hat nach einem starken dritten Quartal die Jahresziele erhöht und gleichzeitig einen Streit mit einem wichtigen Kunden im Bereich Glasspritzen beigelegt – dieser Konflikt hatte im Dezember 2025 noch zu einer Gewinnwarnung geführt.
Was hat Schott Pharma konkret an seiner Prognose verändert?
Das Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr 2026 nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent (bisher: 2 bis 5 Prozent) und eine Ebitda-Marge von 27 bis 28 Prozent (bisher: rund 27 Prozent).
Wie weit ist die Aktie noch von ihrem Allzeithoch entfernt?
Trotz des Kursanstiegs auf rund 20 Euro hat die Schott-Pharma-Aktie noch erheblichen Aufholbedarf: Das Rekordhoch aus dem Frühjahr 2024 lag bei über 43 Euro.
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