Diese SDAX-Aktie ist in den vergangenen Jahren enorm gut gelaufen, doch am Donnerstag folgt ein satter Absturz. Was steckt hinter dem massiven Kursverfall? Und ist dieser Rückgang eine Kaufchance?
Die Aktien von Drägerwerk sind seit Januar 2025 ein Dauerläufer im SDAX. Doch am Donnerstag gibt es einen massiven Rücksetzer für den Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern.
Keine Nachrichten mehr verpassen: Jetzt BÖRSE ONLINE bei Google bevorzugen
SDAX-Dauerläufer-Aktie stürzt ab
Hintergrund: Drägerwerk hat im dritten Quartal trotz hoher Zollrückerstattungen weniger Gewinn erzielt. Einem geringeren Umsatzwachstum standen überdurchschnittlich gestiegene Kosten gegenüber. Zudem hatte sich das Ergebnis im Vorjahreszeitraum günstig entwickelt - da konnten die vorläufigen frischen Resultate nicht mithalten.
Ein Händler monierte zudem, dass der Einmaleffekt aus der Zollrückerstattung das Ergebnis besser aussehen lasse, als es aus dem operativen Geschäft sei. Bereinigt um den Effekt habe das operative Ergebnis deutlich unter den Erwartungen gelegen.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging von knapp 57 Millionen Euro ein Jahr zuvor auf nun rund 48 Millionen Euro zurück. Drägerwerk sprach von einem Anstieg der Funktionskosten zur Begründung der Entwicklung. Zudem sei das Ergebnis ein Jahr zuvor von Nachholeffekten beim Erlös und einer moderaten Kostenentwicklung begünstigt worden.
Der Umsatz kletterte im abgelaufenen Dreimonatszeitraum um 2,1 Prozent auf rund 851 Millionen Euro und profitierte dabei von Wechselkurseffekten. Beim Auftragseingang ging es um 8,2 Prozent auf 926 Millionen Euro nach oben. Vor allem die Sicherheitstechnik gab hier Schub mit einem Plus von einem Fünftel. Dräger stattet unter anderem die Bundeswehr und den Zivilschutz mit Schutzausrüstung, technischen Geräten und Zubehör aus. Dazu gehören etwa Filter für Atemmasken.
Die Jahresprognose behielt das Management um Unternehmenschef Stefan Dräger bei. Der Umsatz soll währungsbereinigt um 2,0 bis 6,0 Prozent wachsen und die operative Marge (EBIT‑Marge) zwischen 6,0 und 8,0 Prozent liegen.
Übrigens: In spannende Turnaround-Aktien können Sie mit dem BÖRSE ONLINE Reversal Index investieren
Kaufchance nach massivem Kursrückgang?
Doch könnte ausgerechnet dieser Kursrückgang bei Drägerwerk eine ideale Chance für einen Einstieg sein? Immerhin ist insbesondere der Bereich der Sicherheitstechnik sehr wachstumsstark und die Bestätigung der Jahresprognose spricht dafür, dass es sich bei dem schwachen Quartal nur um eine vorübergehende Schwäche handelt.
Ob sich noch ein Einstieg bei den Papieren des SDAX-Konzerns lohnt, erfahren Anleger in der BÖRSE ONLINE-Ausgabe 41/26.
Enthält Material von dpa-AFX
Häufig gestellte Fragen
Warum ist die Drägerwerk-Aktie am Donnerstag stark gefallen?
Drägerwerk erzielte im dritten Quartal weniger Gewinn, weil einem geringeren Umsatzwachstum überdurchschnittlich gestiegene Kosten gegenüberstanden. Bereinigt um den Einmaleffekt aus Zollrückerstattungen lag das operative Ergebnis zudem deutlich unter den Erwartungen.
Wie entwickelten sich Umsatz und Auftragseingang von Drägerwerk im dritten Quartal?
Der Umsatz stieg um 2,1 Prozent auf rund 851 Millionen Euro, auch dank Wechselkurseffekten. Der Auftragseingang legte um 8,2 Prozent auf 926 Millionen Euro zu; besonders die Sicherheitstechnik trug mit einem Plus von einem Fünftel dazu bei.
Ist der Kursrückgang bei Drägerwerk eine Kaufchance?
Für einen Einstieg sprechen das Wachstum der Sicherheitstechnik und die bestätigte Jahresprognose: Drägerwerk erwartet ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 2,0 bis 6,0 Prozent und eine EBIT-Marge von 6,0 bis 8,0 Prozent. Dagegen stehen der Gewinnrückgang im dritten Quartal und das operative Ergebnis unter den Erwartungen.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinba-rung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.