Der Star-Autor Robert Kiyosaki hat eine klare Vorstellung davon, was er tun würde, wenn plötzlich alles weg wäre und nur noch 10.000 US-Dollar blieben. Seine Antwort ist ungewöhnlich – und beginnt nicht an der Börse.

Der Autor von „Rich Dad Poor Dad“ gilt als Befürworter von Sachwerten wie Gold und Immobilien. Doch für einen Neustart mit begrenztem Kapital würde Kiyosaki zunächst einen anderen Weg wählen.

Verstand statt Aktien oder Bitcoin

Der Autor würde die 10.000 US-Dollar nach eigenen Angaben zunächst nicht in Aktien, Bitcoin oder Rohstoffe investieren. Stattdessen würde er das Geld in finanzielle Bildung und den Aufbau einkommensschaffender Fähigkeiten stecken. „Ich würde es nicht investieren. Nicht einen einzigen Dollar“, sagte der 79-Jährige in der „Rich Dad Radio Show“. Diese Darstellung wird auch von mehreren Berichten über die betreffende Podcast-Folge bestätigt.

Zu den Fähigkeiten zählt Kiyosaki Vertrieb, Marketing und Kommunikation. Anschließend würde er lernen, Cashflows zu analysieren, Chancen zu bewerten und Kapital für Geschäfte zu gewinnen. „Der Fehler ist die Eile“, sagte der Star-Autor. Die Lösung sei „der Verstand“.

Angst und Gier könnten Kapital schneller zerstören als ein Börsencrash. Angst lasse Geld trotz Inflation ungenutzt liegen. Gier verleite dagegen zu spekulativen Wetten und vermeintlich heißen Tipps.

Übrigens: Wer Sicherheit im Portfolio bevorzugt, findet im Stabile Werte Index von BÖRSE ONLINE einige Unternehmen, deren Geschäftsmodelle sogar geopolitischen Krisen trotzen können.

Stabile Werte Index (WKN: SL0FFQ)

Gold und Immobilien im eigenen Portfolio

Kiyosaki setzt selbst unter anderem auf Gold. „Ich habe Kisten voller Gold. Ich besitze Goldminen“, sagte er 2025 im Podcast "The Iced Coffee Hour". Seine Motivation erklärte er bereits früher so: „Ich kaufe Gold nicht, weil ich Gold mag. Ich kaufe Gold, weil ich der Fed nicht vertraue.“

Der Goldpreis ist in den vergangenen fünf Jahren um fast 130 Prozent gestiegen. In einem Post auf X vom 29. Juni 2026 gab der Autor zuerst zu, dass er sich bezüglich des Goldpreises geirrt habe, schrieb allerdings auch: „Ich glaube immer noch, dass Gold in etwa fünf Jahren bei 35.000 Dollar liegen wird.“ 

Auch Jamie Dimon hält einen deutlich höheren Goldpreis für möglich. Der JPMorgan-Chef sagte, Gold könne in einem entsprechenden wirtschaftlichen Umfeld auf 5.000 oder sogar 10.000 US-Dollar je Feinunze steigen.

Kiyosaki hat nach eigenen Angaben 1.500 Mietobjekte im Bestand. Immobilien schätzt er vor allem wegen der laufenden Mieteinnahmen.

Das können Anleger daraus lernen

Kiyosakis Botschaft ist klar: Wer langfristig Vermögen aufbauen möchte, sollte sich zunächst das nötige Wissen aneignen und nur in Anlagen investieren, die er versteht. Sachwerte wie Gold und Immobilien können dabei eine Rolle spielen. Entscheidend bleiben die persönliche Risikotragfähigkeit, der Anlagehorizont und eine ausgewogene Streuung.

Für Anleger bedeutet das nicht, dass Aktien, Bitcoin, Gold oder Immobilien grundsätzlich ungeeignet sind. Entscheidend ist vielmehr, die Risiken, Kosten und Chancen der jeweiligen Anlage zu verstehen und das Geld nicht allein aufgrund einer prominenten Einzelmeinung zu investieren.

Tipp: Fundierte Einschätzungen zum Goldpreis und zu Minenaktien finden Sie regelmäßig im Goldfolio - dem Börsendienst von Markus Bußler.

Noch bis zum 29.07.2026: Mit dem Code GOLD10 erhalten Sie 10 Prozent Rabatt auf Monats- und Jahresabo sowie einen exklusiven Aktienreport von Markus Bußler gratis dazu.

Weiterführende Links

Häufig gestellte Fragen

Ist Gold für Einsteiger als Geldanlage geeignet?

Gold kann einem Portfolio Stabilität verleihen, wirft aber keine laufenden Erträge wie Zinsen oder Dividenden ab. Einsteiger sollten deshalb zunächst ihre Risikotragfähigkeit, den Anlagehorizont und die Kosten der jeweiligen Goldanlage prüfen.

Wie viel Geld sollte man in Gold investieren?

Eine pauschal richtige Quote gibt es nicht. Entscheidend sind die persönliche Vermögenssituation, die übrigen Anlagen und die Frage, ob Gold als langfristige Absicherung oder als kurzfristige Spekulation dienen soll.

Was ist wichtiger: finanzielle Bildung oder die erste Geldanlage?

Finanzielle Bildung kann helfen, Risiken, Gebühren und Anlageprodukte besser einzuschätzen. Sie ersetzt jedoch weder eine individuelle Finanzplanung noch eine breite Streuung des Vermögens.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinba-rung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.