Allianz Partners und Waymo wollen den Versicherungsschutz für autonome Fahrzeuge in Europa neu aufstellen. Der Start ist zunächst in Deutschland geplant.
Allianz Partners und der US-Anbieter Waymo arbeiten künftig bei der Absicherung autonomer Fahrzeuge zusammen. Waymo, ein Unternehmen aus dem Alphabet-Konzern, plant seinen schrittweisen Eintritt in den europäischen Markt – zunächst in Deutschland.
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Neuer Deal: Allianz und Waymo arbeiten zusammen
Die Allianz soll Versicherungslösungen und Risikomodelle entwickeln, die speziell auf autonome Fahrzeugflotten zugeschnitten sind. Dazu zählen Flottenversicherungen, internationale Haftpflichtprogramme einschließlich Produkthaftung sowie weitere Absicherungslösungen für autonome Mobilitätsplattformen. Auch die digitale Schadenabwicklung ist Teil der Vereinbarung.
Darüber hinaus wollen beide Unternehmen gemeinsam Daten und Erkenntnisse zur Sicherheit autonomer Fahrzeuge auswerten. Das Allianz Zentrum für Technik soll unter anderem Unfallabläufe analysieren, Schadentrends untersuchen und an neuen Risikomodellen arbeiten. Perspektivisch ist außerdem eine spezielle Fahrzeugbergung für autonome Flotten vorgesehen.
„Autonome Mobilität und künstliche Intelligenz zählen zu den bedeutendsten Veränderungen, die unsere Branche in den kommenden Jahren prägen werden“, sagt Tomas Kunzmann, Vorstandsvorsitzender von Allianz Partners, in einer Mitteilung. Die Technologie von Waymo und die Expertise der Allianz in den Bereichen Versicherung, Assistance und Fahrzeugsicherheit könnten demnach gemeinsam ein umfassendes Ökosystem für autonome Mobilität schaffen.
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Allianz-Waymo-Deal: Was das für Anleger bedeutet
Konkrete finanzielle Ziele oder Angaben zum möglichen Umsatzbeitrag machten die Unternehmen nicht. Kurzfristig dürfte die Kooperation daher kaum Auswirkungen auf die Geschäftszahlen der Allianz haben. Strategisch ist sie dennoch relevant: Mit dem Ausbau autonomer Mobilität entstehen neue Haftungsfragen – und damit auch ein Versicherungsmarkt, der sich erst noch entwickelt.
Für Anleger ist das zunächst Zukunftsmusik. Die Allianz muss erst zeigen, dass sich aus den im Betrieb gewonnenen Daten skalierbare Versicherungsprodukte entwickeln lassen. Gelingt das, könnte sich der Konzern frühzeitig ein Geschäftsfeld in einem potenziell großen Wachstumsmarkt sichern.
Bis daraus spürbare Erträge entstehen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Die Kooperation ist deshalb eher ein langfristiger strategischer Pluspunkt. Die Allianz-Aktie befand sich bis vor Kurzem in einem langfristigen Aufwärtstrend, musste zuletzt jedoch einen Rücksetzer verkraften. Die BÖRSE-ONLINE-Redaktion stuft die Aktie aktuell als Kauf ein.
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Häufige Fragen
Worum geht es bei der Kooperation zwischen Allianz und Waymo?
Allianz Partners und Waymo wollen gemeinsam Versicherungs-, Schadenmanagement- und Sicherheitslösungen für autonome Fahrzeuge entwickeln. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf Waymos geplantem Markteintritt in Deutschland.
Warum ist die Kooperation für Anleger interessant?
Autonome Fahrzeuge schaffen neue Risiken und Haftungsfragen. Wenn die Allianz daraus standardisierte und skalierbare Versicherungsprodukte entwickelt, könnte sich für den Konzern langfristig ein zusätzliches Wachstumsfeld eröffnen.
Ist die Kooperation bereits ein Kaufargument für die Allianz-Aktie?
Allein reicht die Vereinbarung dafür nicht aus. Finanzielle Ziele und ein konkreter Ergebnisbeitrag wurden bislang nicht genannt. Für Anleger ist der Deal vor allem ein strategisches Signal. Entscheidend bleibt, ob sich daraus in den kommenden Jahren tatsächlich profitables Geschäft entwickelt.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.
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