Steinhoff-Aktie: Möbelkonzern sieht finanzielle Lage als sehr herausfordernd
· Börse Online Redaktion
Steinhoff hatte im vergangenen Dezember Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen für sein Europa-Geschäft eingeräumt. Daraufhin verlor das Unternehmen bis zu 90 Prozent des Börsenwertes und kämpft ums finanzielle Überleben. In Deutschland laufen bereits seit längerem Ermittlungen wegen möglicher Bilanzfälschungen. Ein Experte der Wirtschaftsprüfer PwC hatte bereits gesagt, die Untersuchung im weit verzweigten Steinhoff-Reich könne noch Monate andauern. Steinhoff bestehe aus mehr als 700 Tochterfirmen in 32 Ländern.
Der Konzern kämpft mit hohen Schulden. Steinhoff stand der Präsentation zufolge per Ende März mit 10,4 Milliarden Euro in der Kreide. Allein 8,7 Milliarden Euro davon entfielen auf Europa. Der Konzern hatte sich in den vergangenen Monaten auch mit dem Verkauf von Aktienpaketen an Beteiligungen Liquidität verschafft, dies sei aber nicht nachhaltig, hieß es weiter. Steinhoff muss sich zudem mit zahlreichen Klagen auseinandersetzen, juristische Streitigkeiten gibt es auch um die deutsche Möbelkette Poco.
rtr
Buchtipp: Modern Money Theory
Manche Ökonomen halten die Modern Money Theory (MMT) nicht nur für die Weiterentwicklung der Thesen von John Maynard Keynes, sondern auch für das richtige oder sogar einzige Rezept für erfolgreiche Finanzpolitik des 21. Jahrhunderts. Andere, wie etwa Paul Krugman, kritisieren sie scharf und warnen vor Hyperinflation. Kann man die Thesen der MMT mit „Mehr Staat, weniger Markt“ angemessen beschreiben? Haben die Ökonomen recht, die wollen, dass sich Geldpolitik an Beschäftigungszielen orientiert? Der passende theoretische Rahmen für Geldpolitik in unserer Zeit oder nur alter Wein in neuen Schläuchen – Kater garantiert? Wer mitreden will, der muss verstehen. Wer verstehen will, dem empfehlen wir diese Einführung ins Thema.
Autoren: Wray, L. Randall
Seitenanzahl: 496
Erscheinungstermin: 06.10.2022
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-86470-852-7