Volkswagen-Aktie: Autobauer ordnet Entwicklung im Lkw-Geschäft
· Börse Online Redaktion
Volkswagen hatte die beiden widerstrebenden Lkw-Töchter vor gut einem Jahr unter einem gemeinsamen Dach vereint, um die Zusammenarbeit voranzutreiben. Die Wolfsburger wollen im nächsten Jahrzehnt zum globalen Champion im Lkw-Geschäft aufsteigen und Weltmarktführer Daimler Konkurrenz machen.
Mit der Neuordnung sei die Zusammenarbeit zwischen MAN und Scania in Forschung und Entwicklung für die Zukunft klar geregelt, sagte Lkw-Boss Andreas Renschler. "Die Kulturen und Geschäftsmodelle der Marken bleiben damit gewahrt. Gleichzeitig erwirtschaften wir aber Synergien zum Vorteil aller." Dadurch erhalte Volkswagen den finanziellen Spielraume, um neue Geschäftsfelder zu erschließen, Innovationen zu entwickeln und in weitere Märkte vorzustoßen. Der amerikanische Lkw-Bauer Navistar, mit dem VW Truck&Bus kürzlich eine Allianz vereinbart hat, und die brasilianische Tochter Caminhoes e Onibus sollen in die Entwicklung eingebunden werden.
Eine Verlagerung von Produktion ist mit der Neuordnung der Entwicklung nicht geplant. Ausnahmen seien Getriebe und nicht-angetriebene Achsen. Scania werde weiterhin schwere Getriebe produzieren und seine Kapazitäten für die Gruppe im schwedischen Södertälje erweitern. MAN baue die Produktion nicht-angetriebener Achsen in Salzgitter aus und werde diese an Scania liefern.
Die Verteilung der Entwicklungsaufgaben werde in einigen Bereichen zu einem Beschäftigungsaufbau führen, während andere Bereiche umstrukturiert werden müssten. Für alle betroffenen Beschäftigten sei jedoch eine Beschäftigungssicherung vereinbart worden. Mitarbeiter erhielten zudem die Möglichkeit, für zwei bis drei Jahre zur jeweils anderen Marke zu wechseln. Damit solle das gegenseitig Verständnis gefördert und die engere Zusammenarbeit der Marken erleichtert werden.
rtr
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