Volkswagen-Aktie: Ex-VW-Chef Winterkorn sackt trotz "Dieselgate" 7,3 Mio Euro ein
· Börse Online Redaktion
Der ehemalige Finanzvorstand und jetzige Aufsichtsratschef Hans-Dieter Pötsch bekam laut Geschäftsbericht 2,9 Millionen Euro. Er verzichtete wie alle aktuell aktiven Vorstandsmitglieder wegen des Skandals auf einen Teil seines Bonus. Allerdings hat er sich den Wechsel vom Vorstand an die Spitze des Aufsichtsrats nach Angaben von Unternehmensinsidern mit einem zweistelligen Millionen-Euro-Betrag versüßen lassen. Aufsichtsräte verdienen deutlich weniger als Vorstandsmitglieder. Für seine Tätigkeit als Chef des Kontrollgremiums erhielt Pötsch von Anfang Oktober bis zum Jahreswechsel 13.400 Euro.
In den vergangenen Wochen hatte die Frage der Boni für die VW-Vorstandmitglieder in der Öffentlichkeit hohe Wellen geschlagen. Teilweise war wegen des Dieselskandals und der daraus folgenden Milliardenlasten für den Konzern ein völliger Verzicht ins Gespräch gebracht worden. De facto streicht VW seinen Top-Managern nun 30 Prozent ihrer Boni. Je nachdem wie der Konzern den Skandal bewältigt und sich die Geschäfte in den kommenden Jahren entwickeln, ist jedoch ab 2019 die rückwirkende Auszahlung möglich. Nach dieser Rechnung könnte Vorstandschef Müller rückwirkend für 2015 im für ihn besten Fall 8,6 Millionen Euro kassieren, im schlechtesten Fall bliebe ihm sein Fixgehalt von 1,1 Millionen plus Vorsorgeaufwendungen.
Absoluter Top-Verdiener im Vorstand des größten europäischen Autobauers war vergangenes Jahr der für das Nutzfahrzeuggeschäft zuständige Andreas Renschler. Er bekam rund 15 Millionen Euro - darin enthalten ist allerdings eine Antrittsprämie von 11,5 Millionen Euro für seinen Wechsel von Daimler zu Volkswagen. Dem Chef der Kernmarke VW, Herbert Diess, machte der Wolfsburger Konzern seinen Wechsel von BMW zu den Niedersachsen mit einer Prämie von fünf Millionen Euro schmackhaft. Sein Gehalt lag insgesamt bei 6,8 Millionen Euro.
Reuters
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