Warren Buffett wettet auf Teva und Bayer-Monsanto-Deal
· Börse Online Redaktion
Der hochverschuldete Pharmariese hatte zuletzt Fabriken geschlossen und seine Belegschaft zusammengestrichen, um seine Kosten zu senken. Zuletzt hob das Unternehmen seine Gewinnprognose an, da das Sparprogramm zu greifen beginnt.
Der 87-jährige Buffett ist für seinen guten Riecher für lukrative Börsengeschäfte berühmt. Seine von Kenntnis, Wortwitz und Selbstironie geprägten Beiträge zum Thema haben ihm den Spitznamen "das Orakel von Omaha" eingebracht.
Jetzt setzt Buffett noch stärker darauf, dass die Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto durch den deutschen Bayer-Konzern gelingt. Zwischen dem Jahreswechsel und Ende März kaufte Berkshire weitere Monsanto-Aktien - und stockte seine Beteiligung auf 19 Millionen Papiere im Gesamtwert von 2,2 Milliarden Dollar per Ende des ersten Quartals auf.
Die Übernahme ist noch nicht sicher. Bayer und Monsanto arbeiten noch daran, die Voraussetzungen für noch ausstehende behördliche Genehmigungen zu erfüllen. Bayer-Chef Werner Baumann hatte sich zuletzt sehr zuversichtlich gezeigt, den mehr als 60 Milliarden Dollar schweren Deal bis Ende Juni unter Dach und Fach zu bringen.
Weitaus mehr Geld als in Teva und Monsanto steckte Berkshire wie bereits bekannt in Apple. Allein im ersten Quartal kaufte Berkshire 75 Millionen Anteile an dem iPhone- und Mac-Hersteller, an dem er vor einigen Jahren noch gezweifelt hatte - wie auch an anderen Tech-Werten. Mit über 240 Millionen Apple-Aktien Ende März im Wert von derzeit fast 45 Milliarden Dollar gehört Berkshire zu den größten Anteilseignern des iPhone-Konzerns.
Komplett verabschiedet hat sich Buffett hingegen von IBM . Hatte er Ende März 2017 noch rund 65 Millionen IBM-Aktien gehalten, waren es zum Jahreswechsel schon nur noch zwei Millionen gewesen. Im ersten Quartal vollzog der Investor den letzten Schritt./stw/mne
Buchtipp: Alles, was Sie über Stock-Picking wissen müssen
Es ist der Traum eines jeden Anlegers: die nächste Amazon, Apple, Tesla oder Google vor allen anderen zu finden, sie ins Depot zu legen, jahrelang nicht anzurühren und dann eines Tages den Verzehn-, Verzwanzig- oder gar Verhundertfacher sein Eigen zu nennen. Oder zumindest die Unternehmen zu finden, deren Anteile sich besser entwickeln als der Gesamtmarkt. Der Name dieser Kunst: „Stock-Picking“ – die Auswahl der Gewinner von morgen. Joel Tillinghast ist einer der erfolgreichsten Stock-Picker überhaupt. In diesem Buch teilt er seine Gedanken, seine Methoden und seine Strategien mit dem Leser. Er zeigt, welche Fehler die Masse macht, welche Nischen man ausnutzen kann, wie man denken sollte und vieles mehr. Unter dem Strich ein Lehrbuch, das seine Leser zu erfolgreicheren Anlegern machen wird.
Autoren: Tillinghast, Joel
Seitenanzahl: 384
Erscheinungstermin: 24.07.2025
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-68932-065-2