Fast 10 Prozent Dividende pro Jahr – der iShares WINC ETF verspricht viel. Doch lohnt er sich wirklich? Was Anleger vor dem Kauf wissen müssen.

Ein ETF, der weltweit in Aktien investiert und gleichzeitig eine Dividendenrendite von über 9,5 Prozent ausschüttet – das bietet derzeit der iShares World Equity High Income Active UCITS ETF (WINC). Anleger sollten dabei allerdings einige Details beachten.

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Das ist der Welt-ETF mit 9,5 Prozent Dividende

Der WINC ist kein Indexfonds, sondern wird aktiv von BlackRock gemanagt mit dem Ziel, Erträge und Kapitalwachstum bei geringerer Volatilität als der weltweite Aktienmarkt zu erzielen. Die Investmentgesellschaft setzte dabei auf Optionsstrategien – sogenannte Covered Calls –, um laufende Einnahmen zu generieren. 

Das Ergebnis: eine quartalsweise Ausschüttung mit einer aktuellen Dividende von mehr als 9,5 Prozent pro Jahr (2025: 0,48 Euro pro Anteil und 9,54 Prozent - 2026: 0,49 Euro und 9,51 Prozent). Zum Vergleich: Ein klassischer MSCI World ETF kommt in der Regel auf gerade einmal 1,5 bis 2 Prozent.

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Wichtig für Anleger: Diese ETF-Strategie hat auch Nachteile

Doch die hohe Ausschüttung hat ihren Preis: Covered-Call-Strategien begrenzen das Kurspotenzial nach oben. In starken Bullenmärkten, wie sie der MSCI World in den vergangenen Jahren erlebt hat, bleibt der WINC deshalb hinter dem klassischen Weltindex zurück. Die hohe Dividende ist kein zusätzlicher Ertrag – sie ist ein Tausch: laufende Erträge gegen Kurspotenzial.

Hinzu kommen höhere Kosten: Mit einer Gesamtkostenquote von 0,35 Prozent pro Jahr ist der WINC deutlich teurer als günstige MSCI World ETFs, die bereits ab 0,10 Prozent erhältlich sind. Wer regelmäßig Ausschüttungen erhält, muss diese zudem jedes Jahr versteuern – während thesaurierende ETFs den Steuervorteil des Zinseszinseffekts ausschöpfen.

Vergleich mit MSCI World: Für wen lohnt sich der WINC?

Der Fonds ist erst seit März 2024 auf dem Markt – eine belastbare Langfrist-Bilanz fehlt also noch. Was sich aber schon sagen lässt: Der WINC ist kein Ersatz für den MSCI World, sondern eine Ergänzung für eine bestimmte Anlegergruppe. Wer in der Ansparphase Vermögen aufbauen möchte, ist mit einem klassischen, thesaurierenden MSCI World ETF besser bedient.

Wer hingegen in der Entnahmephase ist – etwa im Ruhestand – und regelmäßige Cashflows aus dem Depot benötigt, für den kann der WINC durchaus interessant sein. Statt Anteile verkaufen zu müssen, fließt die Rendite automatisch aufs Konto.

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Häufige Fragen

Was ist der iShares World Equity High Income Active UCITS ETF (WINC)?

Der WINC ist ein aktiv gemanagter ETF von BlackRock, der weltweit in Aktien investiert und mithilfe von Covered-Call-Strategien eine hohe Ausschüttungsrendite von über 9,5 Prozent pro Jahr anstrebt. Anders als klassische Indexfonds bildet er keinen Index nach, sondern verfolgt das Ziel, regelmäßige Erträge bei gleichzeitig geringerer Volatilität zu erzielen.

Warum schüttet der WINC deutlich mehr aus als ein klassischer MSCI World ETF?

Der WINC erzielt seine hohen Ausschüttungen nicht durch höhere Unternehmensgewinne, sondern durch den Einsatz von Covered Calls – einer Optionsstrategie, bei der Kurspotenzial gegen laufende Einnahmen eingetauscht wird. Das erklärt, warum der Fonds in Bullenmärkten hinter dem MSCI World zurückbleibt: Die Dividende ist kein Bonus, sondern ein Tauschgeschäft.

Für wen eignet sich der WINC ETF?

Der WINC eignet sich vor allem für Anleger in der Entnahmephase – etwa Rentner –, die regelmäßige Cashflows aus ihrem Depot benötigen, ohne dafür Anteile verkaufen zu müssen. Für Anleger im Vermögensaufbau ist hingegen ein klassischer, thesaurierender MSCI World ETF in der Regel die bessere Wahl, da dieser steuerliche Vorteile und volles Kurspotenzial bietet.

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