Zweistellige Kursverluste bei Rheinmetall haben den DAX am Mittwoch ins Minus gedrückt. Unterdessen erholen sich in den USA vor den nachbörslich erwarteten Zahlen des KI-Chipriesen Micron die Technologiewerte etwas.
Der DAX fiel am Mittwoch noch tiefer unter die 25.000-Punkte-Marke und riss dabei auch die technisch viel beachtete 21-Tage-Linie. Das gilt als kurzfristiges Warnsignal. Am Ende ging der Leitindex mit einem Abschlag von 0,62 Prozent auf 24.740,36 Punkte aus dem Tag. Hauptgrund für den Rutsch waren heftige Verluste beim Rüstungskonzern Rheinmetall. Dieser hat im Werben um eine Fregatten-Auftrag der Bundeswehr gegen TKMS verloren. Rheinmetall-Aktien stürzten daraufhin um fast 19 Prozent ab, durchbrachen die Marke von 1000 Euro und schlossen im Xetra-Handel bei 949,00 Euro. Damit hat sich der Kurs seit September 2025 glatt halbiert.
"Als wenn die heute Abend anstehenden Quartalszahlen von Micron Technology nicht bereits für genug Nervosität sorgen würden, belastete das Indexschwergewicht Rheinmetall die Stimmung an der Frankfurter Börse heute noch zusätzlich", fasste Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets die Stimmung hierzulande zusammen.
Europa-Börsen zeigen sich freundlicher
Anleger machten zur Wochenmitte generell einen großen Bogen um deutsche Aktien, denn auch MDAX und SDAX gaben nach. Der Index der mittelgroßen Werte verabschiedete sich mit minus 0,65 Prozent auf 31.919,25 Punkte, der Nebenwerte-Index SDax verlor ein Prozent.
Europaweit sah es besser aus: Zwar gab auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 leicht nach und sank um 0,25 Prozent auf 6.214,70 Punkte. In Paris, Zürich und London wurden dagegen Gewinne verbucht.
US-Börsen deutlich im Plus
In den USA starteten die Börsen ebenfalls freundlich. Vor allem Technologieaktien erholten sich etwas von ihren hohen Vortagesverlusten. Der S&P 500 und der Nasdaq Composite stiegen bis 18 Uhr deutscher Zeit beide um 0,7 Prozent, der Dow Jones sogar um 1,1 Prozent. Micron Technology, das am Abend Zahlen vorlegen wird, gab allerdings noch einmal ein Prozent ab. Auf der anderen Seite gewann Alphabet ein Prozent, nachdem bekannt wurde, dass die Aktie zum 29. Juni den Telekommunikationskonzern Verizon im Dow Jones Index ersetzen soll.