Die Aktien von Rheinmetall sind am Mittwoch zeitweise um 20 Prozent abgestürzt. Doch wie geht es jetzt weiter? Das sagen die neuen Analysteneinschätzungen zu dem Rüstungskonzern.

Am Mittwoch sind die Aktien von Rheinmetall zeitweise um 20 Prozent eingebrochen, haben das Tief des Jahres 2025 erreicht und sind unter die Marke von 1.000 Euro gefallen. Mehr zu den Ursachen erfahren Sie hier.

Doch wie geht es jetzt mit den Aktien von Rheinmetall weiter? Dazu haben sich nun einige Analysten geäußert.

Das sagen die Analysten zur Rheinmetall-Aktie

Konkret äußerten sich bis Mittwoch-Nachmittag vier Analystenhäuser. Drei davon, J.P. Morgan, Metzler und Morgan Stanley, beließen ihre aktuellen Einschätzungen trotz der Nachrichten auf demselben Niveau.

Die Nachrichten seien ein "herber Rückschlag", schrieb beispielsweise J.P. Morgan. Rheinmetall dürfte nun die eigenen Vorgaben für den Auftragseingang im zweiten Quartal sowie im Gesamtjahr wohl nicht mehr erreichen. Den Auftragswert bezifferte er auf rund 12 Milliarden Euro.

Alexander Neuberger von Metzler ermittelte unter der Annahme, dass 50 Prozent des Umsatzziels für den Marinebereich von dem Auftrag abhängig gewesen wären, ein EBIT-Risiko von rund 250 Millionen Euro, beziehungsweise 2,5 Prozent des Konzernziels für 2030.

Dass die Analysten trotzdem bei ihrem Kursziel, das jeweils deutlich über dem aktuellen Niveau liegt, bleiben, ist aber grundsätzlich ein gutes Zeichen.

Ein Analyst senkt das Kursziel für die Rheinmetall-Aktie

Allerdings ist das Analysehaus MWB Research hier nicht so optimistisch. Dieses hat das Kursziel für Rheinmetall von 1450 auf 1400 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. 

Das von der Bundesregierung gestrichene Fregattenprojekt beraube den Rüstungskonzern seines "Kronjuwels", das die Übernahme des Schiffsbauers Naval Vessels Lürssen (NVL) gerechtfertigt und die Prognosen für den Geschäftsbereich Marine bis 2030 untermauert habe, schrieb Jens-Peter Rieck am Mittwoch. Der Vorstand werde nun die Jahresziele beim nächsten Quartalsbericht glaubwürdig neu festlegen müssen.

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Rheinmetall-Aktie: Wie geht es weiter?

Die Meinung der Analysten zur Rheinmetall-Aktie ist also gespalten, wenngleich die Konsensschätzung mit einem Kursziel von über 1.800 Euro eine Verdopplung der Anteilsscheine prognostiziert. 

Dennoch könnte es jetzt mit den Anteilsscheinen noch tiefer gehen, denn der Abwärtstrend der Aktie wird nach einem erneut gescheiterten Test der Trendlinie fortgesetzt – Aktionären droht also weiteres Ungemach.

Damit erweist sich die Entscheidung der BÖRSE ONLINE-Experten, bei den Aktien von Rheinmetall bereits seit Längerem nicht zum Kauf zu raten, als goldrichtig. Wesentlich bessere Investmentideen finden Sie in der neuesten Ausgabe des Heftes.

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Rheinmetall (WKN: 703000)

Enthält Material von dpa-AFX

Häufig gestellte Fragen

Warum fallen die Aktien von Rheinmetall?

Die Aktien von Rheinmetall fallen am Mittwoch wegen einem Spiegel-Bericht. Laut dem Magazin plant Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, das Projekt zum Bau von Fregatten des Typs F126 nicht weiter fortzusetzen. Generalunternehmer sei der deutsche Schiffsbauer Naval Vessels Lürssen (NVL), der von Rheinmetall übernommen worden ist. Stattdessen habe sich Pistorius nun als Alternative für Fregatten des Typs Meko-200 von TKMS entschieden, so das Magazin.

Was bedeutet die Entscheidung des Verteidigungsministeriums für Rheinmetall?

Analyst David Perry von JPMorgan nannte diese Entwicklung "einen herben Rückschlag" für Rheinmetall. Die Düsseldorfer dürften nun die eigenen Vorgaben für den Auftragseingang im zweiten Quartal sowie im Gesamtjahr wohl nicht mehr erreichen. Der Experte bezifferte den Auftragswert auf rund 12 Milliarden Euro. 

Was sagt BÖRSE ONLINE zu den Aktien von Rheinmetall?

BÖRSE ONLINE rät bei den Aktien von Rheinmetall nicht zum Kauf.