Viele Menschen sparen in ETFs, doch wie viel bekommt man dabei am Ende eigentlich raus? So viel Geld können Sie sich jeden Monat aus MSCI World und Co. wirklich auszahlen, ohne jemals Pleite zu gehen.

Immer mehr Menschen in Deutschland versuchen, sich mit ETF-Sparplänen ein Vermögen aufzubauen, doch wie viel Geld erhält man davon am Ende wirklich in der Rente?

Dazu haben die Experten rund um Markus Weis von RETIRE Capital eine neue Studie vorgelegt.

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ETF-Portfolio: So viel Geld können Sie sich jeden Monat auszahlen

Diese zeigt auf Basis von Daten zum Verlauf weltweiter Aktien- und Anleihemärkte in 35-Jahres-Zeiträumen, dass selbst bei Aktienquoten von 100 Prozent Entnahmeraten von jährlich drei Prozent des Gesamtvermögens recht sicher sind:

Pleitewahrscheinlichkeit Portfolios
RETIRE Capital
Pleitewahrscheinlichkeit Portfolios

Wer zusätzlich noch Anleihen seinem Portfolio beimischt, der hat noch eine höhere Sicherheit und kann auch die Entnahmerate erhöhen.

Unter dem Strich heißt das, dass Anleger bei drei Prozent Entnahme je 100.000 Euro ETF-Portfolio pro Jahr 3.000 Euro oder 250 Euro pro Monat entnehmen können.

Mehr aus dem ETF-Portfolio in guten Börsenphasen entnehmen?

Doch wer ganz auf Nummer sicher gehen und jegliches Pleiterisiko eliminieren will, der kann laut den Experten von RETIRE Capital einen Blick auf das Konzept der dynamischen Entnahme werfen.

Dazu heißt es in der Studie: “Die dynamische prozentuale Entnahme nimmt jedes Jahr einen festen Prozentsatz des aktuellen Depotwerts. Damit atmet die Auszahlung mit dem Markt: Sie sinkt in Krisen und schont das Kapital, sie steigt in Erholungen. Der Befund ist eindeutig – in allen 231 getesteten Kombinationen aus Entnahmequote, Aktienquote und Mechanismus lag die Pleitewahrscheinlichkeit bei 0 %.”

Allerdings kommt dieser Ansatz nicht ohne Abstriche: “Das Risiko verschwindet damit nicht, es wechselt die Form: Aus dem Pleiterisiko wird ein Schwankungsrisiko der Auszahlung. Die entscheidende Kennzahl ist deshalb nicht mehr die Pleitewahrscheinlichkeit, sondern die niedrigste Monatsentnahme, die im ungünstigsten Verlauf auftrat.”

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel Geld können Anleger aus einem ETF-Portfolio monatlich entnehmen?

Bei einer jährlichen Entnahme von drei Prozent können Anleger je 100.000 Euro ETF-Vermögen 3.000 Euro pro Jahr beziehungsweise 250 Euro pro Monat entnehmen.

Wie sicher ist eine jährliche Entnahmerate von drei Prozent?

Eine jährliche Entnahmerate von drei Prozent gilt selbst bei einer Aktienquote von 100 Prozent über 35-Jahres-Zeiträume als recht sicher. Eine zusätzliche Beimischung von Anleihen kann die Sicherheit erhöhen und eine höhere Entnahmerate ermöglichen.

Wie funktioniert die dynamische Entnahme aus einem ETF-Portfolio?

Bei der dynamischen Entnahme wird jedes Jahr ein fester Prozentsatz des aktuellen Depotwerts ausgezahlt. Dadurch sinkt die Auszahlung in Krisen und schont das Kapital, während sie in Erholungsphasen steigt. Das Pleiterisiko lag in allen 231 getesteten Kombinationen bei null Prozent, dafür kann die monatliche Auszahlung stärker schwanken.