Mit diesem ETF können Anleger in Europas Ausschüttungschampions investieren. Es winken 3,8 Prozent Dividendenrendite.

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst am 01. Juli in der BÖRSE ONLINE-Ausgabe 28/26. Wenn Sie in Zukunft als Erstes die Einschätzung unserer Experten lesen wollen, dann werfen Sie einen Blick auf dieses Angebot.

Klare US-Dominanz: Ende des Jahres 2025 hatten 60 der wertvollsten 100 Unternehmen der Welt ihren Sitz jenseits des Atlantiks. Nur 17 kamen laut der Beratungsgesellschaft EY aus ­Europa. Noch deutlicher wird der Klassenunterschied, wenn man die jeweiligen Börsenwerte miteinander vergleicht. Von der gesamten Marktkapitalisierung der 100 wertvollsten Unternehmen der Welt entfielen 76 Prozent — rund 41,5 Billionen US-Dollar — auf nordamerikanische und nur acht Prozent (4,4 Billionen Dollar) auf europäische Unternehmen.

Allerdings schütten US-Unternehmen, insbesondere die großen Techkonzerne, deutlich weniger vom Gewinn an ihre Anleger aus als europäische Unternehmen. „Kein anderer entwickelter Markt liefert auch nur annähernd die Dividendendichte europäischer Unternehmen“, weiß Marcus Weyerer, Director of ETF Investment Strategy EMEA bei Franklin Templeton. „Wer in den letzten zehn Jahren im MSCI Europe investiert war und die Dividenden reinvestiert hat, erzielte eine Gesamtrendite, die die reine Kursentwicklung um satte 30 Prozentpunkte übersteigt.“ In den USA waren es lediglich 13 Prozentpunkte. 

Insbesondere in den vier Sektoren ­Finanzen, Kommunikationsdienste, Gesundheitswesen und Energie finden sich europäische Unternehmen, die sich durch langjährige stabile beziehungsweise steigende Dividenden auszeichnen. 

Zugang zu dividendenstarken Werten bietet der 498 Millionen schwere Franklin Templeton European Quality Dividend ETF. Der sich am LibertyQ European Dividend Index orientierende Exchange Traded Fund schüttet die Dividenden viermal im Jahr aus. Für 2026 wird eine Ausschüttungsrendite von 3,8 Prozent erwartet.

Klare Investmentkriterien

Aktuell umfasst das Portfolio 50 Unternehmen. Unter den Top-Ten-Werten, die rund ein Drittel des ETF ausmachen, finden sich zum Beispiel neben den Öl- und Gas-Konzernen Equinor aus Norwegen und der französischen Totalenergies der Schweizer Pharmariese Novartis sowie die Finanzschwergewichte IG Group aus Großbritannien und die spanische CaixaBank.

Bei der Auswahl der Unternehmen werden neben der Dividendenpolitik der Unternehmen weitere Kriterien berücksichtigt wie etwa die Eigenkapitalrendite, die Ertrags­variabilität über fünf Jahre, die Cashflow-Rendite auf das Vermögen sowie der Verschuldungsgrad.

Fazit

Unternehmen, die ihre Ausschüttungen aus der Substanz oder etwa über Kreditaufnahmen bezahlen, werden so ausgeschlossen. In den vergangenen sechs Monaten legte der ETF um rund elf Prozent und ­innerhalb eines Jahres um über 19 Prozent zu.

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