Die Berater des Dachfonds nehmen nur wenige Rentenfonds ins Portfolio auf. Ihr wichtigstes Auswahlkriterium sind die Manager. Deren Kompetenz und Anlagedisziplin werden gründlich geprüft

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst am 21. Oktober in der BÖRSE ONLINE-Ausgabe 44/26. Wenn Sie in Zukunft als Erstes die Einschätzung unserer Experten lesen wollen, dann werfen Sie einen Blick auf dieses Angebot.

Noch zeichnet sich am Rentenmarkt keine Entspannung ab. Die Renditen von Staatsanleihen der Indus­trieländer kletterten auf lange nicht mehr erreichte Niveaus. Nicht auszuschließen, dass der Trend so lange anhält, bis die Notenbanken ihren restriktiven Kurs beenden. Dennoch erwägen Anleger angesichts wieder attraktiver Zinsen, sich zu positionieren. Wo aber winken Chancen, wo lauern Gefahren? 

Perlentaucher aus dem Taunus

Florian Hertlein verfolgt seit vielen Jahren die Entwicklungen im Bereich Fixed Income. „Dieses Segment ist besonders ineffizient und bietet Investoren die Möglichkeit, durch intensive Analyse echte Perlen zu entdecken“, versichert der Geschäftsführer von Alpha Portfolio Advisors. Die Gesellschaft berät über 40 Versicherungen, Family Offices oder Stiftungen, die ihr Kapital nicht in einzelne Anleihen, sondern in Rentenfonds anlegen wollen. 

Seit Juli vergangenen Jahres können auch Privatanleger von der Expertise professioneller Perlentaucher im Bondmarkt profitieren. Gemeinsam mit Universal-Investment legte Alpha Portfolio Advisors den als Dachfonds konzipierten Alphaport Credit Opportunities auf. „Mit acht bis höchstens zwölf Investments halten wir das Portfolio bewusst konzentriert“, sagt Hertlein. Seit Auflage im Juli 2025 legte die Anteilsklasse bis Ende September 2026 um 6,8 Prozent zu, bei moderaten Schwankungen, die sogar geringer ausfielen als für den breiten Credit Market. 

Das maßgebliche Auswahlkriterium bei der Ermittlung der Zielfonds sind die Menschen dahinter. Von der Motivation, Investmentdisziplin, Erfahrung und Kompetenz der Manager hänge der nachhaltige Erfolg ihrer Fonds und damit auch des Dachfonds entscheidend ab, weiß Hertlein. Um sich eine belastbare Meinung zu bilden, führen die Dachfondslenker intensive Gespräche mit den Managern der Zielfonds in ihrem jeweiligen natürlichen Habitat und fragen auch in deren beruflichem Umfeld nach. 

Viele Vorteile

Für den Erwerb von Anteilen am Dachfonds spricht auch sein Engagement in Fonds, die für Privatanleger nicht zugänglich sind. Etwa im Bereich der Lokalwährungsanleihen von Ländern, die der Kategorie Frontiermärkte zugeordnet sind. „Hier nutzen Spezialisten mit eigenem Länderresearch Ineffizienzen, die einem Privatanleger verschlossen sind“, sagt Hertlein. 

Auch die günstigen Gebühren sprechen für Dachfonds. „Für die Zielfonds zahlen wir institutionelle Konditionen, die ein Einzelanleger so nicht erhält“, sagt Hertlein. Hier profitieren die Anleger von der Marktposition der Gesellschaft, die bislang über 35 Milliarden Euro im institutionellen Bereich vergeben hat. Unter dem Strich liegen die laufenden Kosten für den Dachfonds bei rund einem Prozent, zuzüglich einer erfolgsabhängigen Vergütung, die bei einem Mehrertrag gegenüber der Benchmark anfällt.

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