Die BaFin hat angekündigt, jetzt bei großen Versicherungs- und Geldhäusern vor allem rund um das Thema KI genauer hinzuschauen. Hintergrund ist vor allem der Verbraucherschutz. Das müssen Kunden und Aktionäre wissen.

Künstliche Intelligenz ist vor allem bei Banken und Versicherungen ein wichtiges Thema, doch wie sieht es dabei mit dem Daten- und Verbraucherschutz aus? Die BaFin möchte nun genauer hinschauen.

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BaFin schaut bei Allianz, Deutsche Bank und Co. genauer hin

Auf Basis einer europäischen Verordnung erhält die BaFin vom deutschen Gesetzgeber nun weitere Kompetenzen, wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitteilte.

"Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Grundrechte beim Einsatz von KI geschützt werden. Die BaFin wird zum Beispiel dafür sorgen, dass alle einen fairen Zugang zu Finanzdienstleistungen haben und niemand durch KI diskriminiert wird", sagte BaFin-Präsident Mark Branson. Der Innovation im Weg stehen will die Behörde aber nicht.

Das will die BaFin tun

Chatbots in der Kommunikation mit Kunden, Prüfung der Kreditwürdigkeit, Risikobewertung in der Lebens- und Krankenversicherung: Künstliche Intelligenz wird von Banken und Versicherern an vielen Stellen eingesetzt. Die BaFin will sich beispielsweise stichprobenhaft Anwendungen anschauen, die viele Finanzunternehmen an besonders relevanten Stellen einsetzen, wie BaFin-Experte Jens Obermöller erläutert.

"Wir überwachen, ob die Unternehmen die Transparenzpflichten und Regelungen zu verbotenen KI-Praktiken einhalten", sagte Obermöller. "Und wir schauen uns an, ob die Unternehmen Maßnahmen ergreifen, um die KI-Kompetenz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern." Damit lege die Aufsicht sofort los.

Das müssen Nutzer und Aktionäre wissen

Für Verbraucher ist diese zusätzliche Aufsicht ein grundsätzlich positives Signal. Gerade bei der Nutzung von KI sind noch viele Fragen, gerade in Bezug auf Datenschutz und Diskriminierung, ungeklärt.

Für Aktionäre ist die Nachricht derweil kein Grund zur Sorge. Die Aufsicht über KI-Anwendungen war früher oder später erwartbar gewesen und entsprechend reagieren die Aktien auch kaum auf die Meldung.

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Häufig gestellte Fragen

Warum weitet die BaFin ihre Kontrolle über den KI-Einsatz bei Banken und Versicherungen aus?

Auf Basis einer europäischen Verordnung erhält die BaFin neue Kompetenzen zur Überwachung von KI-Anwendungen im Finanzsektor. BaFin-Präsident Mark Branson begründet den Schritt mit dem Schutz von Grundrechten: Kunden sollen vor Diskriminierung durch KI-Systeme geschützt werden und fairen Zugang zu Finanzdienstleistungen behalten. Im Fokus stehen Anwendungen wie Chatbots, Kreditwürdigkeitsprüfungen und Risikobewertungen in der Lebens- und Krankenversicherung.

Was konkret will die BaFin bei Banken und Versicherungen überprüfen?

Die Behörde wird stichprobenhaft KI-Anwendungen kontrollieren, die Finanzunternehmen an besonders relevanten Stellen einsetzen. Dabei prüft die BaFin, ob Transparenzpflichten und Regelungen zu verbotenen KI-Praktiken eingehalten werden und ob Unternehmen aktiv die KI-Kompetenz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern. Die Aufsicht beginnt laut BaFin-Experte Jens Obermöller sofort.

Müssen Aktionäre von Allianz, Deutsche Bank und Co. die verschärfte KI-Aufsicht fürchten?

Nein. Die erweiterte Aufsicht über KI-Anwendungen war früher oder später zu erwarten und entsprechend haben die Aktien kaum auf die Meldung reagiert. Solange Banken und Versicherungen die neuen Transparenz- und Diskriminierungsschutzpflichten erfüllen, ist kein wesentlicher operativer Eingriff zu erwarten. Für Verbraucher hingegen ist die Ankündigung ein positives Signal für mehr Schutz beim zunehmenden KI-Einsatz in der Finanzbranche.