Immobilienfonds sind zuletzt massiv in die Kritik geraten und Anleger fürchten deutliche Verluste bei der angeblich so “sicheren” Geldanlage. Doch sollten Sie jetzt aussteigen? Das sagt die Stiftung Warentest.
Immobilienfonds sind wegen der steigenden Zinsen zuletzt heftig unter Druck geraten und einige Vehikel mussten bereits heftige Wertberichtigungen vornehmen. Nun grassiert die Angst bei Anlegern vor hohen Verlusten. Doch was sollten Sie jetzt tun?
Tatsächlich rät die Stiftung Warentest nun zum Verkauf der Papiere.
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Achtung: Immobilienfonds jetzt schnell verkaufen?
In einem Artikel rieten die Experten konkret zu Folgendem: “Wer offene Immobilienfonds als vermeintlich sichere Anlage im Portfolio hat, sollte die Position auflösen und in bessere Alternativen wie Tagesgeld, Festgeld oder Geldmarkt-ETF wechseln.”
Hintergrund ist, dass sich bereits jetzt ein massiver Preisverfall bei den Immobilienfonds zeigt. Das gilt zwar nicht für die Preise der Fondsgesellschaften, aber für die Börsenkurse. So stürzte etwa der Swiss Life REF (DE) European Real Estate Living and Working im Sommer ohne erkennbaren Grund um etwa ein Drittel ab. Auch viele andere Fonds notieren mit einem massiven Abschlag gegenüber den von den Fondsgesellschaften angegebenen Wert.
Dabei empfiehlt die Stiftung Warentest auch den Verkauf über die Börse, auch wenn dies auf den ersten Blick einen deutlichen Abschlag mit sich bringt. Die Experten schreiben: “Zwar schmerzen hohe Kursabschläge beim Verkauf über die Börse, aber das Geld fließt schnell. Bei Rückgabe an den Anbieter dauert das mindestens ein Jahr. Bis dahin können Abwertungen den Rücknahmepreis drücken.”
Das sollten Anleger beachten
Die Stiftung Warentest rät also zum Verkauf von Immobilienfonds und das an der Börse, obwohl dort die Abschläge enorm hoch sind. Doch Anleger sollten eine wichtige Ausnahme beachten, denn einige Immobilienfondsanteile können auch ohne 12-Monats-Frist an die Gesellschaft zurückgegeben werden.
Konkret geht es um Altanteile, die am 21. Juli 2013 bereits im eigenen Wertpapierdepot lagen. Bis zu 30.000 Euro pro Anleger und Kalenderhalbjahr können ohne diese Fristen zurückgegeben werden. Voraussetzung ist, dass der Fonds die Rücknahme nicht ausgesetzt hat.
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Häufig gestellte Fragen
Warum rät die Stiftung Warentest zum Verkauf offener Immobilienfonds?
Sie rät dazu, weil offene Immobilienfonds unter Druck stehen und ihre Börsenkurse teils deutlich unter den von den Fondsgesellschaften angegebenen Werten liegen. Als Alternativen nennt sie Tagesgeld, Festgeld oder Geldmarkt-ETFs.
Warum empfiehlt die Stiftung Warentest den Verkauf über die Börse trotz hoher Abschläge?
Beim Börsenverkauf fließt das Geld schnell. Eine Rückgabe an die Fondsgesellschaft dauert laut Stiftung Warentest mindestens ein Jahr; bis dahin können Abwertungen den Rücknahmepreis drücken.
Welche Immobilienfondsanteile können ohne 12-Monats-Frist zurückgegeben werden?
Anteile, die bereits am 21. Juli 2013 im eigenen Wertpapierdepot lagen, können bis zu 30.000 Euro pro Anleger und Kalenderhalbjahr ohne diese Frist an die Fondsgesellschaft zurückgegeben werden. Voraussetzung ist, dass der Fonds die Rücknahme nicht ausgesetzt hat.