Die BaFin hat gehandelt und eine Bank in Deutschland in die Insolvenz geschickt. Das steckt konkret hinter der Maßnahme und das müssen Kunden jetzt wissen.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am Donnerstag den Entschädigungsfall für die Bank Sepah-Iran, Filiale Frankfurt, festgestellt. Laut der Behörde können die Einlagen der Kunden nicht mehr zurückgezahlt werden. Schon vor einer Woche hatte die Aufsicht den Insolvenzantrag für das Geldhaus gestellt.

Doch hinter diesem Schritt steckt mehr als ein simpler Insolvenzfall.

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BaFin schickt Bank in Deutschland in die Insolvenz

Denn die geschlossene Bank ist rechtlich gesehen eine unselbständige Drittstaatenzweigstelle der Bank Sepah mit Sitz in Teheran. Diese wurde im Rahmen der EU-Sanktionen gegen den Iran vom Zahlungsverkehr abgeschnitten, was den Betrieb faktisch nicht mehr möglich machte.

Entsprechend muss die Bank nicht aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten, sondern geopolitischer Veränderungen in die Insolvenz. Doch für Kunden dürfte das vermutlich nicht in einer Katastrophe enden.

Was Kunden jetzt wissen müssen

Denn die Bank ist Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB). Damit sind bis zu 100.000 Euro an Kapital pro Kunde durch die Einlagensicherung abgedeckt, in Sonderfällen sogar mehr.

Die EdB kontaktiert nun Kunden mit Details zur Erstattung. Zudem könnte der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) bei Summen über 100.000 Euro einspringen, denn die Bank war ebenfalls in diesem Mitglied.

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Häufig gestellte Fragen

Warum hat die BaFin die Bank Sepah-Iran, Filiale Frankfurt, in die Insolvenz geschickt?

Die BaFin stellte den Entschädigungsfall fest und beantragte zuvor die Insolvenz, weil die Bank als unselbstständige Drittstaatenzweigstelle der Bank Sepah mit Sitz in Teheran im Rahmen der EU-Sanktionen vom Zahlungsverkehr abgeschnitten wurde. Dadurch war der Betrieb faktisch nicht mehr möglich.

Wie viel Geld ist für Kunden der Bank Sepah-Iran, Filiale Frankfurt, abgesichert?

Bis zu 100.000 Euro pro Kunde sind durch die Einlagensicherung der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) abgedeckt. In Sonderfällen kann der geschützte Betrag höher sein.

Wer informiert Kunden über die Erstattung ihrer Einlagen?

Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH kontaktiert die Kunden mit Informationen zur Erstattung. Für Beträge über 100.000 Euro könnte außerdem der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken einspringen, da die Bank dort ebenfalls Mitglied war.