Schrecknachricht für die Kunden eines bekannten deutschen Stromanbieters: Schon zum 31. Oktober wird der Versorger die Stromlieferung einstellen. Was Betroffene jetzt tun sollten, um nicht zwangsweise in der teuren Grundversorgung zu landen.

Kunden des Ökostromanbieters Grüüün müssen jetzt aktiv werden. Denn schon in drei Wochen, zum 31. Oktober 2026, wird das Unternehmen die Stromlieferung an Verbraucher einstellen. Das teilte Grüüün auf seiner Internetseite mit. Kunden erhielten zudem eine entsprechende E-Mail, die aber viele noch nicht gelesen haben dürften. 

Grüüün ist eine Marke der Münch Energie Gruppe. Deren Betrieb geht weiter, bislang ist aber nur von der Untermarke Grüüün bekannt, dass sie ihr nationales Angebot für Privatkunden einstellt. Als Grund nennt der Anbieter die geplanten Änderungen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche am Erneuerbare-Energien-Gesetz und am sogenannten Netzpaket. Das überrascht, denn beide Vorhaben werden zwar derzeit in Berlin politisch beraten, die endgültigen Regelungen stehen aber noch nicht vollständig fest und treten frühestens zum 1. Januar 2027 in Kraft.

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Warum Grüüün den Betrieb beendet

Laut Grüüün machen die neuen Vorgaben das Geschäftsmodell der Marke unmöglich. Geplante Ökostrommengen könnten dadurch künftig nicht mehr erzeugt werden, heißt es in der Mitteilung. Dabei geht es vor allem um neue Solar- und Windkraftanlagen, die das Unternehmen offenbar bauen wollte, und die dann gar nicht erst entstehen. Bestehende Wind- und Solaranlagen sollen nach derzeitigem Stand Bestandsschutz genießen.

Grüüün war erst vor rund zwei Jahren in den Markt gestartet und hatte unter anderem mit Strom aus erneuerbaren Energien sowie langfristigen Festpreisversprechen geworben. Nach Angaben des Unternehmens lässt sich diese Preisgarantie unter den erwarteten politischen Rahmenbedingungen nicht halten.

Was Kunden jetzt tun sollten

Unabhängig davon, ob die Argumente stichhaltig sind oder nicht: Der Netzbetrieb endet und deshalb sollten Betroffene sich jetzt zeitnah einen neuen Stromanbieter suchen und den Wechsel einleiten. Wer dagegen bis zum 31. Oktober 2026 keinen neuen Vertrag abgeschlossen hat, bei dem geht zwar nicht sofort das Licht aus. Der Kunde fällt dann aber in die örtliche Grundversorgung seines lokalen Stromanbieters – und die ist meist deutlich teurer als die Neukundentarife überregionaler Anbieter.

Einen guten Überblick bieten Strompreis-Vergleiche, etwa von Verivox oder Check24. Der Wechsel kann dort oft direkt in Auftrag gegeben werden, um die Abwicklung kümmert sich der neue Anbieter.

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Häufige Fragen zum Ökostromanbieter Grüüün

Warum stellt Grüüün den Betrieb ein?

Als Grund nennt der Anbieter die geplanten Änderungen der Politik am Erneuerbare-Energien-Gesetz und am sogenannten Netzpaket. Laut Grüüün machen die neuen Vorgaben das Geschäftsmodell der Marke unmöglich. Geplante Ökostrommengen könnten dadurch künftig nicht mehr erzeugt werden. Offenbar wollte das Unternehemn selbst neue Solar- und Windkraftanlagen bauen, die nun gar nicht erst entstehen werden.

Was sollten Stromkunden von Grüüün jetzt tun?

Betroffene sollten sich jetzt zeitnah einen neuen Stromanbieter suchen und den Wechsel einleiten. Wer dagegen bis zum 31. Oktober 2026 keinen neuen Vertrag abgeschlossen hat, bei dem geht zwar nicht sofort das Licht aus. Der Kunde fällt dann aber in die örtliche Grundversorgung seines lokalen Stromanbieters – und die ist meist deutlich teurer als die Neukundentarife überregionaler Anbieter.

Wie funktioniert ein Stromanbieterwechsel?

Einen guten Überblick bieten Strompreis-Vergleiche, etwa von Verivox oder Check24. Der Wechsel kann dort oft direkt in Auftrag gegeben werden, um die Abwicklung kümmert sich der neue Anbieter.