Bei deutschen Brokern gibt es dieser Tage eine wichtige Veränderung. Betroffen sind davon unter anderem Trade Republic, die ING und einige weitere beliebte Adressen. Grund ist eine neue BaFin-Regelung.
Turbo-Zertifikate führen bei Privatanlegern mehrheitlich zu Verlusten, so die Aussage der BaFin. Nach einer früheren Untersuchung der Aufsichtsbehörde über fünf Jahre erlitten fast drei Viertel der Kunden in Deutschland dabei Verluste - im Schnitt je 6.358 Euro.
Wichtige Änderung bei Trade Republic, ING und Co.
Aus diesem Grund gibt es jetzt wichtige Veränderungen bei deutschen Brokern, die Kunden nicht mehr ohne Weiteres mit Turbo-Zertifikaten handeln lassen können.
Denn ab sofort gelten von der BaFin durchgesetzte neue Regelungen. So wird eine Risikowarnung standardmäßig vor der Wahrscheinlichkeit von Verlusten warnen. Zusätzlich müssen Broker ihre Anleger einer Wissensabfrage unterziehen, um sicherzustellen, dass Anleger die Komplexität und die Gefahren dieser Instrumente grundsätzlich verstehen, bevor sie investieren.
Dadurch wird der Handel von Turbozertifikaten für Nutzer bei Trade Republic, ING und Co. zunächst eingeschränkt. Erst wenn man das jeweilige Quiz erfolgreich bestanden hat, dürfen wieder Turbos gehandelt werden.
Verluste vermeiden - mit guten Tipps handeln
Für einige Anleger bedeutet dies also zumindest kurzfristig eine Veränderung. Ob das am Ende zu einer Verringerung der durchschnittlichen Verluste mit Turbozertifikaten führt, ist fraglich.
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Enthält Material von dpa-AFX
Häufig gestellte Fragen
Sind Turbo-Zertifikate ein gutes Investment?
Turbo-Zertifikate führen bei Privatanlegern mehrheitlich zu Verlusten, so die Aussage der BaFin. Nach einer früheren Untersuchung der Aufsichtsbehörde über fünf Jahre erlitten fast drei Viertel der Kunden in Deutschland dabei Verluste - im Schnitt je 6.358 Euro.
Was sind Turbo-Zertifikate?
Turbo-Zertifikate sind an Basiswerte wie Aktien oder Rohstoffe gebunden und ermöglichen Anlegern überdurchschnittliche Gewinne, indem sie gehebelt auf Kursanstiege setzen können. Umgekehrt besteht aber das Risiko überdurchschnittlicher Verluste bis zum Totalausfall.
Warum verschärft die BaFin die Regel für Turbo-Zertifikate?
"Mit der Beschränkung von Turbo-Zertifikaten stärkt die Bafin den Anlegerschutz", sagte Thorsten Pötzsch, Bafin-Exekutivdirektor für Wertpapieraufsicht und Asset-Management. "Diese hochspekulativen Produkte bergen erhebliche Risiken, insbesondere den Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Für viele Kleinanleger waren diese Risiken bisher nicht ausreichend erkennbar."