Die Commerzbank befindet sich weiter im Übernahmekampf und wehrt sich gegen die UniCredit. Nun hat das Geldhaus auch die Finanzaufsicht BaFin eingeschaltet. Was Anleger in der angespannten Situation wissen müssen.
Der Übernahmekampf zwischen Commerzbank und UniCredit wird immer härter. Die Italiener hatten am Mittwoch mitgeteilt, die Marke von 30 Prozent Beteiligung an der deutschen Bank überschritten zu haben. Die Frankfurter wehrten sich nun gegen diese Aussagen.
Commerzbank im Übernahmekampf: BaFin eingeschaltet
Die zuletzt kommunizierten Daten seien "ohne ergänzende Erläuterungen irreführend und begründen den Verdacht eines Handelns mit dem Ziel, ihre Position in der Wahrnehmung des Marktes künstlich aufzublähen", hieß es in einer am Mittwochabend veröffentlichten Mitteilung.
Infolge der Meldungen von Unicredit würden in der öffentlichen Diskussion zunehmend direkt gehaltene Aktien, angediente Aktien, Derivatepositionen und andere Formen wirtschaftlichen Exposures zusammengefasst, beklagten die Frankfurter weiter. In Teilen der Berichterstattung würden Positionen von über 50 Prozent genannt. "Diese Kategorien unterscheiden sich jedoch grundlegend voneinander und sollten nicht gleichgesetzt werden."
Angesichts der erheblichen kapitalmarktbezogenen und regulatorischen Implikationen dieser Sachverhalte sowie gewichtiger Bedenken ihrer Aktionäre stelle die Commerzbank der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) die relevanten öffentlich verfügbaren Informationen sowie ihre eigene Analyse und Erkenntnisse zur Verfügung. "Die Commerzbank spricht sich für eine umfassende Prüfung des Sachverhalts aus, um dem Markt ein vollständiges Bild zu geben."
Unicredit reagierte mit einer kurzen Mitteilung und betonte: "Wir äußern uns nicht zu Unterstellungen, denen eine sachliche Grundlage fehlt." Die Fakten seien so wie am Vortag berichtet. Die aggregierte Position mit Blick auf die Stimmrechte betrage etwa 43,2 Prozent und enthalte eine direkte Beteiligung von 26,8 Prozent. Bis jetzt seien 7,6 Prozent des Aktienkapitals von Commerzbank angedient worden.
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Das bedeuten die Nachrichten für die Aktie
Im Übernahmekampf werden also immer härtere Bandagen aufgefahren und die Anteile der Commerzbank können leicht zulegen. Doch es stellt sich die Frage: Lohnt sich jetzt ein Einstieg bei den Papieren?
Angesichts des Faktes, dass das Übernahmeangebot unter dem aktuellen Kurs liegt, die 30-Prozent-Schwelle überschritten wurde und die Papiere der Commerzbank aktuell hoch bewertet scheinen, ist die Antwort nein.
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Enthält Material von dpa-AFX
Häufig gestellte Fragen
Warum kritisiert die Commerzbank die Aussagen der Unicredit?
Die zuletzt kommunizierten Daten seien "ohne ergänzende Erläuterungen irreführend und begründen den Verdacht eines Handelns mit dem Ziel, ihre Position in der Wahrnehmung des Marktes künstlich aufzublähen", hieß es in einer am Mittwochabend veröffentlichten Mitteilung.
Was bietet die Unicredit für Commerzbank-Aktien?
Statt Geld bietet das Mailänder Geldhaus für jedes Commerzbank-Papier 0,485 Unicredit-Aktien. Das ist auf Basis der jüngsten Schlusskurse weniger, als man für eine Commerzbank-Aktie derzeit an der Börse bekommt.
Was sagt BÖRSE ONLINE zu den Aktien der Commerzbank?
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.
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