Der Bitcoin ist am Freitagnachmittag quasi aus dem Stand über die Marke von 81.000 US-Dollar gestiegen. Binnen einer Stunde stieg der Kurs der ältesten und bekanntesten Digitalwährung am Nachmittag um bis zu fünf Prozent.

Der Bitcoin notiert am Freitagnachmittag bei 81.000 Dollar und damit auf dem höchsten Stand seit dem 7. September. Auslöser ist offenbar eine Meldung, wonach die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), eine US-Bundesbehörde, die den Handel an den Termin- und Derivatemärkten überwacht, regulatorische Erleichterungen für Anbieter „passiver Software“ angekündigt hat. Das würde nach Lesart der Investoren den Spielraum für den US-Kryptomarkt vergrößern. Betroffen sind Anbieter, die Nutzer mit CFTC-registrierten Firmen und Börsen verbinden, ohne dass sie damit automatisch als „Introducing Broker“ registrierungspflichtig werden.

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Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

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Das hat die CFTC entschieden

„Diese Definition kann es Krypto-Wallets und anderen Apps erleichtern, Zugang zu regulierten Derivaten anzubieten, einschließlich Perpetual Contracts und Prediction Markets, ohne selbst zu regulierten Introducing Brokern zu werden“, heißt es auf dem Portal „cryptonews.com“. Bedingung sei, dass die Anbieter ihre Rolle in Transaktionen begrenzen und insbesondere keine Ermessensentscheidung über die Orders ihrer Nutzer ausüben dürfen.

Eine ähnliche Position hatte die Behörde im März gegenüber dem Anbieter Phantom Technologies vertreten, der Self-Custodial-Wallet-Software anbietet. Seitdem darf Phantom unter bestimmten Bedingungen Software bereitstellen und vermarkten, die Nutzer mit registrierten Futures-Brokern und Börsen verbindet, ohne selbst eine Broker-Registrierung zu benötigen.

Unverhoffter Lichtblick

Für die Kryptobranche ist die neue Anweisung der CFTC ein unverhoffter Lichtblick, nachdem am Dienstag der seit Monaten herbeigesehnte Clarity Act der Regierung von Donald Trump, der der Branche Rechtssicherheit im jahrelangen Streit mit der Wertpapieraufsicht SEC geben sollte, im Senat vorläufig gescheitert war. Mit dem weitreichenden Gesetz sollte unter anderem die Marktstruktur für digitale Vermögenswerte reguliert werden. Zentraler Punkt wäre dabei gewesen, dass der Behörde zur Regulierung der Futures- und Optionsmärkte (Commodity Futures Trading Commission, CFTC) die primäre Zuständigkeit für die Branche für digitale Vermögenswerte übertragen worden wäre.

Bahn frei für die Erholungsrally

Unter diese Schlappe „dürften Anleger nun einen Haken gemacht haben", kommentierte Timo Emden, Chefmarktanalyst von CapTrader. 

Die Entscheidung hatte die jüngste Erholungsphase zunächst unterbrochen. Anfang September war der Bitcoin zeitweise schon einmal mehr als 82.000 Dollar wert. Das liegt unter anderem auch daran, dass die wachsende weltweite Staatsverschuldung neben Gold jetzt auch alternative Wertspeicher wie den Bitcoin in den Fokus rückt.

Der Bitcoin-Kurs ist im bisherigen Jahresverlauf um fast neun Prozent gefallen, nachdem er bereits 2025 rund sechs Prozent nachgegeben hatte. Es war erst das vierte Verlustjahr in der Geschichte der Digitalwährung, die es erst seit 2009 gibt.

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Enthält Material von dpa-AFX

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor und der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, sind unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.

Häufige Fragen zum Thema Bitcoin

Warum stieg Bitcoin am Freitag so stark an?

Auslöser war eine Meldung, wonach die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), eine US-Bundesbehörde, die den Handel an den Termin- und Derivatemärkten überwacht, regulatorische Erleichterungen für Anbieter „passiver Software“ angekündigt hat. Das würde nach Lesart der Investoren den Spielraum für den US-Kryptomarkt vergrößern, insbeonder für Anbieter von Softwarewallets, aber aiuh Broker. Außedem zeigt der Schrit, dass die CFTC auch ohne den gescheiterten Clarity Act versucht, einen liberaleren Regulerungsrahmen für Kryptobranche zu schaffen. 

Was ist der Clarity Act?

Mit dem Clarity Act soll nach dem Willen der US-Regierung ein umfassendes Gesetz beschlossen werden, das einen einheitlichen und klaren Rechtsrahmen für den Kryptomarkt in den Vereinigten Staaten schaffen soll. Er klärt unter anderem die Zuständigkeiten zwischen der Börsenaufsicht SEC und der Terminmarktaufsicht CFTC und legt fest, wann ein Krypto-Asset als Wertpapier (SEC) oder als digitaler Rohstoff oder Commodity (CFTC) gilt. Außerdem definiert der Clarity Act Kriterien, ab wann eine Blockchain dezentral genug ist, um nicht als Wertpapier behandelt zu werden (SEC-Aufsicht). Der US-Senat hat den Clarity Act am 15.9.2026 vorläufig gestoppt. Streitpunkte waren vor allem Regelungen zu Stablecoin-Erträgen und Ethikvorgaben.

Sind die 81.000 Dollar ein Allzeithoch? 

Nein. Sein Rekordhoch erreichte Bitcoin im Oktober 2025 bei mehr als 126.000 Dollar. Seitdem büßte die Kryptowährung fast 40 Prozent ihres Werts ein. Mittel- und längerfristig gesehen ist der Bitcoin allerdings weiter eine der erfolgreichsten Anlageklassen. In den vergangenen fünf Jahren zog der Kurs um circa 70 Prozent an; seit September 2016 verteuerte sich der Bitcoin um mehr als 13.000 Prozent. Das heißt: Der Kurs kletterte um mehr als das 130-Fache nach oben.