Das hat es lange nicht mehr gegeben: Auf Sicht eines Jahres hat der Goldpreis nahezu nichts gewonnen. Von einer Goldhausse kann man von dieser Warte aus also nicht mehr sprechen, zumal das Edelmetall seit zwei Wochen nun auch alle bedeutenden gleitenden Durchschnitte unterboten hat. 

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst am 21. Oktober in der BÖRSE ONLINE-Ausgabe 44/26. Wenn Sie in Zukunft als Erstes die Einschätzung unserer Experten lesen wollen, dann werfen Sie einen Blick auf dieses Angebot.

Zuletzt erwies sich die inzwischen um 4.180 US-Dollar verlaufende 21-Tage-Linie als nicht zu überwindende Hürde. Die mittelfristig bedeutsamen Gleitenden Durchschnitte der vergangenen 38 und 55 Börsentage sorgten zurzeit um 4.260 und 4.320 Dollar für Widerstand. 

Das sieht nicht gut aus

Die Bullen achten zudem auf die Kombination aus neunmonatigem Abwärtstrend und 200-Tage-Durchschnitt um 4.470/4.520 Dollar. Dass ein Kaufsignal beim MACD-Indikator auf Wochenbasis zuletzt wieder negiert wurde, bereitet den Optimisten nicht gerade Zuversicht. Immerhin kam es kürzlich zu einem positiven Zeichen auf Tagesbasis, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, zumindest keinem allzu hohen Abwärtsdruck mehr ausgesetzt zu sein. Eine waagrechte Unterstützung hat sich um 4.065/4.075 Dollar eta­bliert. 

Wesentlich bedeutender aber sind gleich drei langfristige Aufwärtstrendgeraden, welche dem aktuellen Kursniveau nun immer näher kommen. Primus inter pares ist sicherlich der dreijährige Basis-Aufwärtstrend, welcher sich zurzeit ziemlich genau an der 4.000er-Marke bewegt. Die Unterstützung würde relevant werden, wenn ein seit dem Frühjahr 2024 etablierter, um 4.025 Dollar verlaufender Aufwärtstrend durchbrochen würde. 

Ein Rücksetzer unter die 4.000er-Marke wäre ein klarer Schlag ins Kontor der Bullen. Gefragt wären dann das bisherige 2026er-Tief um 3.944 Dollar und ein weiterer, in diesem Fall 28-monatiger Aufwärtstrend, welcher sich um 3.900 Dollar bewegt. Aus Fibonacci-Sicht reicht das Korrekturpotenzial aber sogar bis zum 50-Prozent-Retracement der 2023/2026er-Aufwärtsbewegung, das sich um 3.610 Dollar befindet. Und nur etwa 20 Dollar da­runter bewegt sich ein weiterer, in diesem Fall seit knapp zwei Jahren gültiger Aufwärtstrend.

Capped Call auf Gold

Nach gut drei Monaten liegt der im Juli empfohlene Capped Call bei einem Buchgewinn von 16 Prozent. Über dem 4.100er-Cap können auf Zweimonatssicht 26 Prozent obendrauf kommen. Damit ist der Schein weiterhin kaufenswert. Bleibt der zurzeit um 4.000 Dollar verlaufende dreijährige Basis-Aufwärtstrend intakt, ist der Maximalgewinn garantiert. Beim auf den Goldpreis bezogenen Stoppkurs achten wirnunmehr aber auf das bisherige 2026er-Tief und platzieren diesen direkt darunter bei 3.939,50 Dollar.

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