Nach dem Anstieg Anfang des Jahres konsolidierte der Preis. Nun könnte sich ein neuer Aufwärtstrend bilden. Davon würde Uranbestandshalter Yellow Cake profitieren.
Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst am 07. Oktober in der BÖRSE ONLINE-Ausgabe 42/26. Wenn Sie in Zukunft als Erstes die Einschätzung unserer Experten lesen wollen, dann werfen Sie einen Blick auf dieses Angebot.
Anfang des Jahres erreichte der Uranpreis die 100 US-Dollar-Marke. Damals sicherten sich Versorger und Investoren künftige Liefermengen, was den Preis zusätzlich stützte. Dieser Effekt ist verpufft. Allerdings deutet sich erneut eine Rally an.
Angebot bleibt knapp
Die Ausgangsbedingungen sind günstig. Das Angebot bleibt knapp, die Nachfrage wird steigen. Der große Treiber ist der enorme Strombedarf, der durch Elektromobilität, Digitalisierung, aber vor allem auch durch den massiven Ausbau von Rechenzentren für den Einsatz von künstlicher Intelligenz entsteht. Kernkraftwerke liefern große Mengen an Strom. Anfang 2026 waren laut dem World Nuclear Industry Status Report weltweit 404 Atomkraftwerke in Betrieb. Im Bau befinden sich 66 Reaktoren in elf Ländern. Dazu kommen Planungen von rund 100 Kraftwerken, die vor allem in Asien entstehen sollen. Schätzungen zufolge könnte die globale Urannachfrage bis 2030 um mehr als ein Viertel ansteigen.
Die Nachfrage übersteigt schon heute die Produktion. In den vergangenen Jahren wurde wegen tiefer Uranpreise wenig investiert. Der Ausbau oder gar die Entwicklung neuer Minen ist aber mit hohen Auflagen verbunden. Gleichzeitig haben sich auch die Kosten der Exploration deutlich verteuert, sie sind wohl stärker gestiegen als der Uranpreis selbst. Damit droht sich eine wachsende Angebotslücke aufzutun.
So können Anleger investieren
Anleger können in den Uranmarkt über zwei Wege investieren: Minen oder Bestandshalter. Der Vorteil von Minen liegt darin, dass sie einen Preishebel mitbringen. Allerdings sind die Risiken und die Kapitalkosten des Betriebs hoch. Diese Probleme haben Bestandshalter wie Yellow Cake nicht.
Die britische Firma hat sich nicht nur den Namen für aufgearbeitetes Uran gegeben, es ist auch der einzige Firmenzweck, den Rohstoff physisch zu horten. Rendite wird durch die Wertsteigerung der Beteiligung in einem Umfeld steigender Uranpreise erzielt. Nachschub für seine Lagerstätten hat sich Yellow Cake in langfristigen Lieferverträgen mit Kazatomprom, dem größten Uranproduzenten der Welt, gesichert. Gerade haben die Briten Uran im Wert von 100 Millionen Dollar von Kazatomprom an der Lagerstätte in Frankreich übernommen. Der Erwerbspreis beträgt 86,15 Dollar je Pfund. Nach der Lieferung verfügt Yellow Cake über 24,4 Millionen Pfund Uran. Der gestiegene Uranspotpreis sorgt für einen Anstieg des Nettoinventarwerts um 0,2 Prozent auf 7,41 Euro je Aktie, also ein gutes Stück über dem Kurs der Aktie.
Fazit
Yellow Cake bietet Anlegern die langfristige Chance, an steigenden Uranpreisen mitzuverdienen. Die Anleger kaufen dabei zu einem Abschlag zu Rohstoff-Spotpreisen. Weil sich die angespannte Uranversorgung bis in die 2030er-Jahre vergrößern sollte, sind die Aussichten für Wertsteigerungen günstig.