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Deutsche Post-Aktie nach Gewinnmitnahmen am Dax-Ende

Deutsche Post-Aktie nach Gewinnmitnahmen am Dax-Ende

WKN: 851399 ISIN: US4592001014 IBM Corp. (International Business Machines)

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26.08.2016 - 17:59
09.03.2016 13:03:00

Nach einem Rekordergebnis im vierten Quartal haben Deutsche-Post-Anleger am Mittwoch Kasse gemacht. Die Titel verloren 1,4 Prozent - seit Monatsbeginn hatten sie mehr als sechs Prozent zugelegt und damit drei Mal so viel wie der Dax.

Die Deutsche Post will nach einem Rekordergebnis im vierten Quartal die Erträge 2016 um mindestens eine Milliarde Euro steigern. Dabei helfen sollen das boomende Expressgeschäft und die Sanierung der kriselnden Frachtsparte. Diese hatte der Post im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch eingebrockt, die Aktionäre erhalten trotzdem eine stabile Dividende. Er sei zuversichtlich, "dass wir schon in diesem Jahr wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren", sagte Post-Chef Frank Appel am Mittwoch. Denn anders als im "Übergangsjahr" 2015 müsse der Konzern nun nicht mit hohen Sonderbelastungen rechnen, zudem sollen Investitionen neuen Schub geben. Ausdruck des Optimismus sei auch ein bis zu einer Milliarde Euro schweres Aktienrückkaufprogramm, das die Post am Vortag angekündigt hatte.

Im vergangenen Jahr brach der operative Gewinn nach Angaben des Unternehmens auf 2,41 (Vorjahr: 2,97) Milliarden Euro ein. Die Bonner wollen eine zum Vorjahr unveränderte Dividende von 0,85 Euro je Aktie ausschütten. Immerhin konnte der Konzern einen Schlussspurt zum Jahresende mit einem Rekordergebnis hinlegen - dabei half auch eine Paketflut zu Weihnachten. Die Post habe von Oktober bis Dezember ein Ebit von 957 (905) Millionen Euro eingefahren. Sie übertraf damit die Prognosen, Analysten hatten mit 943 Millionen Euro gerechnet. Die Dividende für 2015 hatten sie bei 0,86 Euro erwartet.

2015 lasteten unter anderem Abschreibungen in einer Höhe von gut einer halben Milliarde Euro auf der Bilanz. Im laufenden Jahr soll es nun einen Gewinnsprung auf 3,4 bis 3,7 Milliarden Euro geben. Für Rückenwind sorgt dabei auch die Porto-Erhöhung in Deutschland. Die Post hatte die Preise so deutlich angehoben wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Beim Massenprodukt Standardbrief stieg das Porto etwa von 62 auf 70 Cent.

Die Abschreibungen waren vor allem durch die in weiten Teilen gescheiterte Einführung neuer Datenverarbeitungssysteme in der Frachtsparte nötig geworden. Die mit den Partnern IBM und SAP entwickelten Systeme seien "sehr, sehr kompliziert und am Ende fehlerhaft" gewesen, musste Post-Finanzchef Larry Rosen schon einräumen. Die Rheinländer zogen die Reißleine, bei der IT wagten sie einen Neustart. Im vierten Quartal konnte Appel den operativen Gewinn der Sparte erstmals seit über zwei Jahren wieder steigern - der Konzern sei auf dem "richtigen Weg".

Reuters

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Bildquelle: Deutsche Post AG

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