CHARTANALYSE

Goldpreis: Edelmetall steht vor einer kräftigen Gegenbewegung nach oben

Goldpreis: Edelmetall steht vor einer kräftigen Gegenbewegung nach oben

WKN: 923893 ISIN: GB0005405286 HSBC Holdings plc

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30.09.2016 - 17:54
30.12.2015 07:14:00

Der Goldpreis nähert sich nach einer langen Abwärtsbewegung einem Bereich, der zumindest kurzfristig eine Wende herbeiführen könnte. Wir zeigen, welche Folgen das für Anleger hat und wie Mutige ihren Einsatz mit der richtigen Spekulation verdoppeln können. Von Andreas Bücher

von Andreas Büchler

Ausgangssituation und Signal



Seit dem vor mehr als vier Jahren markierten Rekordhoch jenseits der 1900-Dollar-Marke geht es mit den Kursen für das Edelmetall nur noch nach unten. Immer wieder kommt es dabei aber auch zu teils deutlichen Zwischenerholungen von bis zu 20 Prozent. Auch jetzt weisen mehrere Indizien darauf hin, dass es bis zur nächsten Bärenmarktrally nicht mehr lange dauern dürfte: Der Kurs ist am unteren Rand des Abwärtstrendkanals angekommen, der seit Herbst 2013 die Richtung vorgibt. Dieser Rücksetzer erfolgte mit viel Schwung, die Preise fielen zeitweise mehr als fünf Prozent unter ihren Monatsdurchschnittskurs, der das mittlere Tempo des ohnehin schon negativen Trends abbildet. Nach vergleichbaren Übertreibungsphasen in den vergangenen Monaten erfolgte stets eine kräftige Gegenbewegung zurück nach oben (siehe senkrechte graue Markierungen im Tageschart).

Ein Blick auf den Wochenchart zeigt zudem, dass die Kurse sich wieder einer Zone nähern, an der gehäuft Wendepunkte aufgetreten waren. Dieser Preisbereich um 990 / 1030 US-Dollar ist schon einige Jahre nicht mehr von Bedeutung gewesen, verstärkt aber immerhin die anderen Einflussfaktoren. Auch die Abweichung der Preise unter den 250-Tage-Durchschnitt ist mit knapp 10 Prozent derzeit auf einem selten hohen Niveau. Zwar wurden im Sommer 2013 auch schon Werte um 23 Prozent gemessen, doch damals hatte sich der über gut 18 Monate in einem Seitwärtstrend angestaute Verkaufsdruck schlagartig auf einmal entladen (blaue Box im Wochenchart), diesmal verläuft der Markt bereits seit Längerem kontinuierlich in Richtung Süden, so dass ein weiterer crashartiger Ausverkauf weniger wahrscheinlich ist.

In Summe ist jetzt zunächst eine Zwischenerholung das chancenreichste Szenario, die den Markt im Idealfall zurück bis an seinen Jahresdurchschnittskurs (250-Tage-Linie) um 1170 Dollar treiben könnte. Alle Erholungen im laufenden Abwärtstrend stoppten spätestens knapp dreieinhalb Prozent über diesem langfristigen Mittel. Zudem dürfte dieser Preisbereich noch vielen Anlegern als Unterstützung bekannt sein, erst im vergangenen Sommer hörte die Nachfrage hier auf und ein neuer Abwärtsschub setzte ein. Erholen sich die Kurse noch einmal zurück an jenes Ausgangsniveau, dürften viele Investoren die zweite Chance zum Verkaufen nutzen. Die Ex-Unterstützung wird damit zum Widerstand. Darüber hinaus gehende Kursgewinne werden so erschwert, sind aber nicht völlig ausgeschlossen. Am oberen Rand des Abwärtstrendkanals um 1240 Dollar sollten dann aber auch hartgesottene Optimisten spätestens über Gewinnmitnahmen nachdenken.

Empfehlung



Wer noch Gold besitzt, sollte jetzt vorerst nicht mehr verkaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich bessere Preise erzielen lassen, ist auf Sicht der kommenden Monate hoch. Anleger, die auf diese Zwischenerholung sogar aktiv spekulieren wollen, müssen sich jedoch bewusst machen, dass sie gegen den langfristigen Trend wetten. Denn dieser bleibt nach wie vor negativ. Als Instrument um auf einen Preisanstieg zu setzen eignet sich beispielsweise der Turbo Call der HSBC, der Kursbewegungen des Edelmetalls verzehnfacht. Er verfällt wertlos, wenn der Goldpreis weiter auf 956,3835 Dollar fällt, daher dürfen Anleger nur mit kleinen Summen operieren, deren Totalverlust verschmerzbar ist. Im Gegenzug ist am ersten Kursziel ein Ertrag von fast 100 Prozent möglich, bei einer längeren Erholung sind sogar 170 Prozent Rendite drin.

Achtung: Die Spekulation auf Gold ist immer auch eine Währungsspekulation auf einen stabilen oder steigenden Dollar. Verliert die US-Währung an Wert, ist dieses Minus im schlimmsten Fall größer als die Kursgewinne des Edelmetalls. Für Anleger aus dem Euroraum kann dann trotz eines Gold-Aufwärtstrends ein Verlust entstehen. Umgekehrt kann aber auch ein starker Dollar zu einem Gewinn der Gold-Spekulation führen, selbst wenn der Goldpreis nur seitwärts tendiert oder fällt.

Tageschart





Wochenchart





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Bildquelle: Lisi Niesner/Reuters, privat

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