Der KI-Riese Anthropic will an die Börse. Nun hat das Unternehmen das Prospekt für sein IPO vorgelegt und neue Details zum Börsengang verraten. Das müssen Anleger wissen.

Anthropic will an die Börse. Nachdem bereits in der Vorwoche bekannt geworden ist, dass das Unternehmen sein IPO noch im November starten will, hat das Management nun der Börsenaufsicht SEC die offiziellen S‑1-Prospekte vorgelegt. Diese müssen verpflichtend 15 Tage vor dem Beginn der Roadshow abgegeben werden. 

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KI-Unternehmen legt Prospekt vor

So soll das Unternehmen an der Technologiebörse Nasdaq unter dem Kürzel "ANT." gelistet werden. Eine konkrete Bewertung wird dabei noch nicht genannt. Die Hauptbanken, die das IPO unterstützen werden, sind Morgan Stanley und Goldman Sachs. 

Deutlich wird durch den Prospekt nochmals, dass der Konzern massive Verluste macht.

Von Anthropic heißt es selbst: "Wir haben seit unserer Gründung in jedem Jahr Nettoverluste verzeichnet – darunter Nettoverluste in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar, 8,3 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 42,0 Milliarden US-Dollar in den am 31. Dezember 2023, 2024 und 2025 endenden Jahren sowie 80,7 Milliarden US-Dollar in dem am 30. Juni 2026 endenden Sechsmonatszeitraum." Dazu warnt das Unternehmen selbst in seinem Risikohinweis: "Und es ist möglich, dass wir in Zukunft keine Rentabilität erreichen oder dauerhaft aufrechterhalten können." 

Allerdings ist ein Großteil der ausgewiesenen Verluste auf nicht zahlungswirksame Fair-Value-Anpassungen von Wandelschuldverschreibungen und anderen Finanzierungsinstrumenten zurückzuführen und nicht auf Geld, das im operativen Geschäft verbrannt wurde.

Mit Blick auf den Umsatz zeigt das Unternehmen derweil starkes Wachstum. Während im ersten Halbjahr 2025 1,1 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet wurden, waren es in den ersten sechs Monaten 2026 16,3 Milliarden US-Dollar. 

Für die Zukunft zeigt sich das Management optimistisch: „Wir alle sind fest davon überzeugt, dass die KI exponentiell so viel Wert schaffen wird, dass dieser langfristig alle kurzfristigen wirtschaftlichen Opfer, die wir im Rahmen unserer Mission bringen, bei Weitem überwiegen wird.“

Gradmesser für den KI-Boom

Anthropic macht also zunehmend Nägel mit Köpfen bei seinem Börsengang und dürfte nach seiner Roadshow voraussichtlich Ende November sein IPO vollziehen. Klar ist, dass dieses Event zum Gradmesser des KI-Booms an den Märkten wird, denn wird der Start des Unternehmens am Kapitalmarkt eine Enttäuschung, dann könnte es auch Unternehmen wie Nvidia & Co. nach unten ziehen.

Wenn Sie übrigens schon vor dem IPO von Anthropic dabei sein möchten, dann lohnt sich ein Blick auf diesen exklusiven Report.

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Häufig gestellte Fragen

Wann und unter welchem Kürzel soll Anthropic an die Börse gehen?  

Anthropic plant den Börsengang im November und soll an der Technologiebörse Nasdaq unter dem Kürzel „ANT.“ gelistet werden. Eine konkrete Bewertung wurde noch nicht genannt.

Wie hoch waren Anthropic zufolge die Verluste und wie entwickelte sich der Umsatz?  

Anthropic meldete Nettoverluste von 1,5 Milliarden US-Dollar für 2023, 8,3 Milliarden für 2024, 42 Milliarden für 2025 und 80,7 Milliarden im ersten Halbjahr 2026. Ein Großteil davon entfiel auf nicht zahlungswirksame Fair-Value-Anpassungen von Finanzierungsinstrumenten. Der Umsatz stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 von 1,1 auf 16,3 Milliarden US-Dollar im ersten Halbjahr 2026.

Warum gilt der Anthropic-Börsengang als Gradmesser für den KI-Boom?  

Der Börsenstart soll zeigen, wie Anleger das Unternehmen und den KI-Boom bewerten. Eine Enttäuschung könnte auch Aktien anderer Unternehmen wie Nvidia nach unten ziehen.