Diese DAX-Aktie stürzt am Donnerstag um acht Prozent ab und das trotz eigentlich guter Nachrichten. Das steckt hinter dem Kursverlust und das bedeutet es für Anleger.
Die Aktien von Adidas stehen am Donnerstag im Fokus, denn die Papiere des DAX-Konzerns brechen zum Börsenstart deutlich ein. Hintergrund sind die vom Unternehmen gemeldeten Quartalszahlen.
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DAX-Aktie bricht nach diesen Nachrichten ein
So hat der Sportartikelhersteller im zweiten Quartal dank der Fußball-Weltmeisterschaft ein starkes Wachstum verzeichnet. Konkret verkaufte das Unternehmen, das mit Spanien und Argentinien gleich beide Finalisten ausrüstete, mehr Trikots und Bälle als zuvor. Als Folge erhöhte das Unternehmen seine Umsatzprognose. Allerdings gab Adidas im Zuge dessen auch deutlich mehr für Marketing aus. Dies, sowie höhere Kosten für Fracht, Beschaffung und US-Zölle bremsten die Ergebnisentwicklung, die unter den Erwartungen der Analysten ausfiel.
Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 13 Prozent auf rund 6,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Herzogenaurach mitteilte. Währungsbereinigt erzielte Adidas einen Prozentpunkt mehr Wachstum. Eine starke Nachfrage verzeichnete das Unternehmen insbesondere in seinen eigenen Verkaufskanälen. Dagegen fiel das Plus im Großhandel erneut deutlich schwächer aus, vor allem in Europa. Neben einer starken Nachfrage im Fußball-Bereich zeigte sich auch das Running-Geschäft robust.
Das Unternehmen erhöhte seine Umsatzprognose für das laufende Jahr leicht und geht von einem währungsbereinigten Wachstum von neun bis zehn Prozent aus. Bislang hatte das Management um Konzernchef Bjørn Gulden ein Plus im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt.
Während der Umsatz besser ausfiel als erwartet, blieb die Ergebnisentwicklung hinter den Schätzungen der Analysten zurück. So gab Adidas im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft über 200 Millionen Euro mehr für Marketing aus. Höhere Fracht- und Beschaffungskosten sowie höhere US-Zölle belasteten obendrein. Für unrechtmäßig erhobene Zölle erhielt Adidas dabei die erste "geringe Rückerstattung". Das Betriebsergebnis stieg insgesamt um fünf Prozent auf 574 Millionen Euro. Hier hatten sich Analysten mehr erhofft.
Die Ergebnisprognose bestätigte Adidas und erwartet für 2026 weiter ein Betriebsergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro. Analysten haben hier jedoch bereits 2,4 Milliarden auf dem Zettel.
Das sieht gar nicht gut aus für die DAX-Aktie
Infolge dieser Meldungen fällt die Aktie um acht Prozent und droht, ihre Erholungsbewegung wieder zu beenden. Aus charttechnischer Sicht könnte es relativ zeitnah zu einem Test der 200-Tage-Linie bei 159 Euro kommen. Ein Unterschreiten des gleitenden Durchschnitts wäre ein Verkaufssignal.
Die Analysten sind derweil optimistisch für den DAX-Konzern und sehen vom aktuellen Niveau eine Upside von 15 Prozent.
Eine Einschätzung der Experten von BÖRSE ONLINE zur Aktie von Adidas lesen Sie hier.
Enthält Material von dpa-AFX
Häufig gestellte Fragen
Was wurde bei den Adidas Quartalszahlen gemeldet?
Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 13 Prozent auf rund 6,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Herzogenaurach mitteilte. Währungsbereinigt erzielte Adidas einen Prozentpunkt mehr Wachstum. Eine starke Nachfrage verzeichnete das Unternehmen insbesondere in seinen eigenen Verkaufskanälen. Dagegen fiel das Plus im Großhandel erneut deutlich schwächer aus, vor allem in Europa. Neben einer starken Nachfrage im Fußball-Bereich zeigte sich auch das Running-Geschäft robust.
Warum fällt die Aktie von Adidas?
Die Aktie von Adidas fällt am Donnerstag, nachdem im Rahmen der Quartalszahlen bekannt wurde, dass die Profitabilität des Konzerns zuletzt gelitten hat.
Was sagen die Analysten zur Aktie von Adidas?
Die Analysten sind derweil für den DAX-Konzern und sehen vom aktuellen Niveau eine Upside von 15 Prozent.