Trotz eines soliden Umsatzwachstums verfehlte Meta im zweiten Quartal die Erwartungen beim Gewinn je Aktie deutlich. Das Papier des Tech-Giganten reagierte mit einem Kursrückgang von mehr als sieben Prozent. 

Die Meta-Aktie verlor am Mittwoch mehr als sieben Prozent, nachdem der Facebook- und Instagram-Mutterkonzern seine Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt hatte – und dabei beim Gewinn je Aktie hinter den Erwartungen zurückblieb.

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Meta bricht an der Börse ein - Gewinn je Aktie bleibt hinter Erwartungen

Der Gewinn je Aktie lag laut CNBC bei 6,18 Dollar, erwartet wurden jedoch 7,22 Dollar. Immerhin war der Umsatz dafür etwas besser als prognostiziert - dieser belief sich auf 60,80 Milliarden Dollar, erwartet wurden 60,17 Milliarden Dollar. Anleger reagierten jedoch enttäuscht auf den verwässerten Gewinn je Aktie - die Papiere des Social-Media-Giganten gingen auf Talfahrt. Das sind die Auswirkungen der hohen Investitionen in die KI-Infrastruktur 

So schnellten die Gesamtkosten und -ausgaben im zweiten Quartal um 55 Prozent auf 42,03 Milliarden Dollar in die Höhe. Ein großer Teil davon entfiel auf Sonderposten: 2,4 Milliarden Dollar flossen in rechtliche Aufwendungen, weitere 1,18 Milliarden Dollar in Abfindungszahlungen. Hinzu kamen hohe Ausgaben für KI-Forschung sowie den massiven Ausbau der Rechenzentrumsinfrastruktur.

Beim Cashflow zeigt sich ein ähnlich zweischneidiges Bild: Zwar erzielte Meta im Quartal einen operativen Cashflow von beachtlichen 31,86 Milliarden Dollar – doch nach Investitionen von mehr als 31 Milliarden Dollar in Sachanlagen schrumpfte der freie Cashflow auf gerade einmal 784 Millionen Dollar zusammen. Die Zahl macht deutlich, welch enormen finanziellen Kraftakt der Konzern für den Aufbau seiner KI-Infrastruktur betreibt.

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Meta (WKN: A1JWVX)

Meta: Das ist der weitere Ausblick

Meta stellte für das laufende Vierteljahr einen Umsatz zwischen 61 und 64 Milliarden Dollar in Aussicht, während Analysten im Schnitt mit rund 63 Milliarden Dollar gerechnet hatten.

Bei der Prognose für die Investitionen in KI-Infrastruktur hob Meta diesmal nur das untere Ende der Spanne von 125 auf 130 Milliarden Dollar an. Die erwartete Obergrenze bei den Kapitalinvestitionen blieb bei 145 Milliarden Dollar. 2025 gab der Konzern dafür gut 72 Milliarden Dollar aus.

Meta-Chef Mark Zuckerberg hat große Ambitionen, Rivalen wie den ChatGPT-Entwickler OpenAI sowie Google und Elon Musks KI-Firma xAI bei Künstlicher Intelligenz zu überflügeln. Dafür ist er bereit, viele Milliarden auszugeben - selbst mit dem Risiko, zu viele Rechenzentren-Kapazitäten aufzubauen. Einige Experten und Anleger zweifeln unterdessen an, ob das Geld wieder zurückverdient werden kann.

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Enthält Material von dpa-AFX

Häufige Fragen

Was macht Meta?

Meta (früher Facebook) betreibt große soziale Netzwerke, entwickelt Künstliche Intelligenz und baut Virtual-Reality-Technik. Zum Konzern gehören neben Facebook und Instagram auch der Chatdienst WhatsApp und Threads, eine Alternative zu Musks Twitter-Nachfolger X.

Warum ist die Meta-Aktie gefallen, obwohl der Umsatz die Erwartungen übertroffen hat?

Obwohl Meta beim Quartalsumsatz leicht besser abschnitt als erwartet, verfehlte das Unternehmen die Gewinnerwartungen je Aktie deutlich (6,18 Dollar statt erwarteter 7,22 Dollar). Zudem blieb der Ausblick für das dritte Quartal etwas hinter den Analystenprognosen zurück – beides zusammen löste den Kursrückgang aus.

Was plant Meta im Bereich Künstliche Intelligenz?

Meta investiert massiv in KI und hat unter anderem das neue Modell Muse Spark 1.1 vorgestellt, das laut Konzernangaben besonders stark im Bereich agentischer Anwendungen und Programmierung ist – und günstiger als Konkurrenzprodukte von OpenAI und Anthropic. Investoren warten gespannt darauf, wie der Konzern diese KI-Initiativen künftig stärker in Umsatz umwandeln will.

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